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Bürgerumfrage 2014 für Dresden: Alkoholkonsum und Mieten steigen - Wirtschaftlich zufrieden

Bürgerumfrage 2014 für Dresden: Alkoholkonsum und Mieten steigen - Wirtschaftlich zufrieden

Ein Großteil der Dresdner ist wirtschaftlich zufrieden und fühlt sich allgemein wohl in der sächsischen Landeshauptstadt. Große Veränderungen zeichnen sich in der Mobilität ab: Das Einkaufen zu Fuß wird immer beliebter.

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Die Einwohner von Dresden sind laut der Kommunalen Bürgerumfrage 2014 zufrieden mit dem Leben in ihrer Stadt.

Quelle: dpa

Einige Sorgen bereitet das Wohnen, allerdings auf hohem Niveau. Und auch beim Alkoholtrinken liegen die Dresdner über dem Durchschnitt.  Das sind im Kern die wichtigsten Aussagen der neuesten Kommunalen Bürgerumfrage, deren Briefbogen mit 70 Fragen im März 2014 an 11.900 Dresdner geschickt wurde.

Am Freitag stellten Dresdens Zweiter Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) und die verantwortliche Statistikamtsleiterin Lioba Buscher das Werk vor. „Wir haben mit der zehnten Kommunalen Bürgerumfrage seit 1993 einen guten Überblick über das Leben unsere Bürger bekommen“, sagte Sittel, der hervorhob, dass der statistische Einblick in die Lebenswirklichkeit für die Stadtverwaltung von großem Interesse sei. Gleichwohl dürfe die große Zufriedenheit der Dresdner kein Grund zum Ausruhen sein. Aus Sicht von Amtsleiterin Lioba ist die rund 45.000 Euro teure Studie erfolgreich durchgeführt worden. „Die Rücklaufquote ist mit 41,1 Prozent besonders hoch. Da können wir sehr zufrieden sein“, so die Expertin, deren Mitarbeiter in diesem Jahr auf ein zweites Erinnerungsschreiben verzichtet haben. So erkläre sich auch die gesunkene Rücklaufquote von rund 2,5 Prozentpunkten.  

Die wichtigsten Ergebnisse in der Analyse:    

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Alkoholkonsum der Dresdner.

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Zufriedenheit und wirtschaftliche Lage

Die Befragten sind weiterhin zufrieden mit ihrem Leben in der Stadt Dresden. In der Umfrage erteilen sie der Stadt die durchschnittliche Note von 1,8. Einziger Wermutstropfen: Bei der bislang letzten Befragung im Jahr 2012 lag der Wert etwas besser und ergab damals eine 1,7. Bei der persönlichen wirtschaftlichen Lage zeichnet sich ein noch besseres Bild ab. Insgesamt 58 Prozent der Befragten schätzen ihre Situation als gut oder sehr gut ein. Auf der anderen Seite stehen aber auch zwölf Prozent der Befragten, die ihre Situation als schlecht oder sehr schlecht bezeichnen. Bei einer Stadt mit rund 525.000 Einwohnern wären das über 50.000 Menschen.  

Das Einkommen  

Das durchschnittliche Einkommen in einem Dresdner Haushalt ist seit 2012 pro Jahr um rund 2,4 Prozent gestiegen, ergab die Kommunale Bürgerumfrage. So lag das Haushaltseinkommen, zu dem mehrere Personen gehören können, im Februar 2014 bei rund 1888 Euro. Insbesondere Haushalte mit Kindern, Doppelverdiener und kinderlose Paare legten im Vergleich zu früheren Befragungen deutlich zu.  

Wohnungen kosten mehr 

 Bis 2030 rechnen die Statistiker in Dresden mit rund 586.000 Einwohnern. Schon jetzt steigen die Grundmieten, innerhalb der letzten 18 Monate um 4,4 Prozent. Durchschnittlich zahlten Dresdner rund 378 Euro für ihre Wohnung oder 5,69 Euro je Quadratmeter. Im Mittel ist eine Dresdner Wohnung rund 72,5 Quadratmeter groß. Bei der Ausstattung der Wohnungen ist der Standard inzwischen erheblich gestiegen. So verfügen 42 Prozent der Wohnungen über ein zweites Bad oder eine zweite Toilette. Bereits 77 Prozent der Wohnungen verfügten zudem über eine Terrasse, einen Balkon oder eine Loggia. Entsprechend zufrieden sind die meisten Bewohner mit ihren Wohnungen. Wenig verwunderlich: Besonders unzufrieden sind Arbeitslose mit ihrer Wohnung, während Haushalte mit besonders hohem Einkommen auch überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Wohnraum sind.  

Alkohol und Tabak  

Im Fragenbogen wurden die Dresdner auch nach ihren Rauch- und Alkoholgewohnheiten befragt. Die gute Botschaft vorweg: Bei jüngeren Menschen im Alter von 25 bis  34 Jahren nimmt der Anteil der Raucher leicht ab. Bei den 35 bis 44 Jahre alten Menschen liegt er dennoch bei knapp 20 Prozent. Problematischer ist der Konsum von Alkohol. In der als „risikoarmen“ Konsumgruppe liegen die Dresdner deutlich über dem Bundesschnitt. Rund 55 Prozent greifen demnach häufiger zum Glas Bier oder Wein, ohne riskante Trinkgewohnheiten zu erreichen. In diesem Feld liegen die Dresdner im Durchschnitt, was die Trinkgelage jedoch nicht besser macht. Rund 36 Prozent der Befragten erreichen diese Gruppe und gefährden demnach ihre Gesundheit.  

Verkehr  

 Die Dresdner laufen wesentlich mehr zu Fuß. Insbesondere Einkäufe im direkten Wohnumfeld erledigten die Befragten häufiger zu Fuß. Ein großer Unterschied zwischen Mann und Frau: Sie fährt wesentlich weniger Auto. Während 47 Prozent der Männer per Pkw zum Einkauf düsen, nutzen nur 40 Prozent der Frauen das Auto. Auch auf dem Arbeitsweg sind die Geschlechter häufig getrennt. Rund 44 Prozent der Frauen fahren mit dem Öpnv, während bei den Männern nur 36 Prozent Busse und Bahnen nutzen.

Den kompletten Bericht finden Sie hier online.

Dominik Brüggemann

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