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Bürgerpreis der Zeitungen an Dresdnerin Elisabeth Ehninger verliehen

Sie gründete den Verein „Dresden – Place to be“ Bürgerpreis der Zeitungen an Dresdnerin Elisabeth Ehninger verliehen

Es war ein würdiger Festakt. Elisabeth Ehninger wurde von den deutschen Zeitungen als „Bürgerin des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Doch den Preis nahm sie nur stellvertretend an.

Elisabeth Ehninger bei ihrer Rede anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen
 

Quelle: Wolfgang Kumm, dpa

Dresden.  Elisabeth Ehninger hatte eine lange Dankesliste. Denn die Auszeichnung, die sie am Donnerstag in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin überreicht bekam, nahm sie nur stellvertretend an – stellvertretend für alle, die mitgeholfen haben, mit dem von ihr gegründeten Verein „Dresden – Place to be“ Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit in Dresden zu setzen. Dafür wurde sie mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen geehrt.

Der Verein hatte unter anderem angesichts der Pegida-Aufmärsche das große Konzert „Dresden – bunt und offen“ im Januar 2015 an der Frauenkirche organisiert. Unter den Künstlern damals war auch Wolfgang Niedecken, Kopf der Kölner Rockband Bap. Er sorgte auch in Berlin für die musikalische Einleitung

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Elisabeth Ehninger nahm am Donnerstag in Berlin den Bürgerpreis der deutschen Zeitungen entgegen. Der Festakt fand in der Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden, statt. Dabei waren unter anderem Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bap-Sänger Wolfgang Niedecken.

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Sehr persönliche Worte fand in seiner Laudatio Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Weltoffenheit und Toleranz müssten sich vor allem auch im Alltag bewähren, sagte er. Und erinnerte daran, dass Elisabeth Ehninger sich nicht nur in Verein „Place to be“ engagiere, sondern die Familie habe auch „ihr eigenes Haus immer wieder geöffnet – für Flüchtlinge, für Bedürftige, für Lebensmüde, und auch für die Freunde“. Zu Pegida sagte der Minister, dass es sich dabei um kein reines Dresdner Problem handele, doch sei „die organisatorische Kraft“ in Dresden am größten. „Pegida und andere Scharfmacher machen Stimmung und zeichnen ein fremdenfeindliches Bild“, das sei „eine beschämende Situation, manchmal eine bedrohliche“. Um so wichtiger seien Zeichen dagegen, wie Elisabeth Ehninger und der Verein sie in Dresden gesetzt hätten. „Elisabeth“, sagte de Maizière, „Dresden kann stolz auf dich sein.“

Zuvor hatte Helmut Heinen, Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in seiner Begrüßung darauf verwiesen, dass gerade in diesen Zeiten, da das Interesse an Politik wieder wachse, die Medien gefragt seien. „Sie müssen sagen, was ist und was das alles zu bedeuten hat. Sie müssen die Themen offen und objektiv darstellen. An einem Wettlauf allerdings, wer als erster abstruse Meldungen in die Welt setzt, werden wir uns nicht beteiligen.“ Elisabeht Ehninger, die „Bürgerin des Jahres 2015“, bezeichnete er als „schwäbische Dresdnerin, Netzwerkerin von hohen Gnaden und pragmatische Idealistin“.

Der Bürgerpreis, den der BDZV seit 2010 für herausragendes bürgerschaftliches Engagement vergibt, ist mit 20 000 Euro dotiert. Das Geld wird der Arbeit des Vereins zugute kommen.

Wolfgang Niedecken und Márcio Tubino (l) spielten bei der Preisverleihung mit „Arsch huh, Zäng ussenander“ einen Appell für mehr Zivilcourage

Wolfgang Niedecken und Márcio Tubino (l.) spielten bei der Preisverleihung mit „Arsch huh, Zäng ussenander“ einen Appell für mehr Zivilcourage.

Quelle: dpa

Von Bernd Hempelmann

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