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Bürgermeister Lunau stellt Entwurf für städtisches Gedenkkonzept vor – Bürger können mitgestalten

Bürgermeister Lunau stellt Entwurf für städtisches Gedenkkonzept vor – Bürger können mitgestalten

Unter dem Motto „Erinnerung vielfältig gestalten“ hat Bürgermeister Ralf Lunau (parteilos) am Dienstag den Entwurf für ein Gedenkkonzept der Stadt Dresden vorgestellt.

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Kulturbürgermeister Ralf Lunau hat den Konzeptentwurf vorgestellt.

Quelle: Tanja Tröger

Städtische Gedenkveranstaltungen sollen in Zukunft mehr Fakten vermitteln und historische Zusammenhänge besser verdeutlichen. Diskutiert werden muss jedoch noch, woran oder an wen überhaupt erinnert werden soll.

Das vorliegende Konzept sei als Grundlage für eine gesellschaftliche Diskussion zu verstehen, an der sich alle Bürger beteiligen können, betonte Lunau. Auf der Internetseite der Stadt können Dresdner das Papier lesen und per E-Mail ihre Meinung kundtun oder Änderungsvorschläge einreichen. Denkbar seien etwa Hinweise zu Personen, Orten und Jahrestagen, denen künftig die Aufmerksamkeit gelten soll. Anschließend berät der Ausschuss zur Dresdner Erinnerungskultur noch einmal über das Gedenkkonzept. Das Gremium hat das Konzept erarbeitet, nachdem mehrfach städtische Aktionen kritisiert worden waren. In wenigen Monaten, noch vor der Winterpause, soll der Stadtrat das Konzept verabschieden.

Das Konzept der Stadt bezieht sich ausdrücklich nur auf Veranstaltungen, bei denen die Stadt als Trägerin auftritt. „Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Erinnerungskultur in Dresden mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Trotzdem erheben wir nicht den Anspruch, mit dem Gedenkkonzept den vielen anderen Akteuren in dieser Stadt vorzuschreiben, wie oder an was sie zu gedenken haben. Erinnerungskultur ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Lunau. Er sei froh darüber, dass Dresden eine lebendige Stadt mit ganz verschiedenen Akteuren ist.

Der Entwurf des Gedenkkonzeptes basiert auf drei Säulen: Erstens sollen Ereignisse, Menschen und Orte berücksichtigt werden, „die für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens in Dresden stehen“. Man wolle weg von der enorm starken Betonung negativer Ereignisse. Zweitens soll den individuell verschiedenen Erinnerungen der Generationen, Berufsgruppen oder Geschlechter Rechnung getragen werden. Unterschiedliche Sichtweisen beim Blick zurück sollen zugelassen werden – allerdings im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der historischen Forschung. Die dritte Säule ist die Geschichtsvermittlung. Ihr soll künftig mehr Bedeutung zukommen. Als Beispiele nannte Lunau thematische Stadtrundgänge oder QR-Codes an Gedenktafeln, die weiterführende Informationen bieten.

ttr

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