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Bürgermeister Hilbert zieht Fazit nach Ökoprofit"-Projekt

Bürgermeister Hilbert zieht Fazit nach Ökoprofit"-Projekt

Um die Umwelt- und Energiebilanz Dresdens zu verbessern, fördert die Stadtverwaltung das "Ökoprofit"-Projekt, bei dem Firmen beraten werden, wie sie Kosten sparen und gleichzeitig ökologischer arbeiten können.

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Dirk Hibert bei den Sommer-Unternehmensbesuchen

Quelle: Ralf U. Heinrich

In den vergangenen Wochen hat Wirtschafts- und Umweltbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) neun solcher "Ökoprofit"-Teilnehmer besucht, vom Bäcker bis zur Hightech-Firma. DNN-Redakteur Heiko Weckbrodt hat ihn begleitet und zum Schluss ausgefragt.

Frage: Was haben wir gelernt?

Hilbert (schmunzelnd): Das ist ja wie in der Schule. Aber ernsthaft: Es gab viele kleine Anregungen, wenn auch vielleicht nicht das ultimative Sensationsprojekt dabei gewesen ist. Die Unternehmer haben gesagt: Das war richtig gut. Wir wurden gezwungen, uns einmal selbst zu hinterfragen. Sie alle sparen Kosten. Die Mittelständler sind mit der Hilfe der externen Ökoprofit-Berater betriebswirtschaftlich wie ökologisch sinnvolle Investitionen angegangen. Daran haben sie zwar immer einmal gedacht, aber in der Hektik des Tagesgeschäfts ging das unter. Die Investitionen rechnen sich meist schneller als die normale Abschreibungszeit. Viele Firmen haben ihre Stromverbrauchs-Spitzen gesenkt. Das hilft uns als Stadt, die Spitzenlasten zu kappen.

Bei den größeren Unternehmen, die auch international tätig sind, kam häufig das Argument: Unsere Kunden erwarten von uns Umwelt-Engagement. Für uns ist Ökoprofit der Einstieg in eine entsprechende ISO-Zertifizierung. Daneben spielen ideelle Motive eine Rolle, so nach dem Motto: "Das sind wir unseren Kindern schuldig."

Interessanterweise hörte man von manchem Unternehmer Mitleidsbekundungen für Teilnehmer aus kommunalen Bädern und Krankenhäusern, die nicht so konnten wie sie wollten-

Wir werden die städtischen Einrichtungen, die mitgemacht haben, wie beispielsweise die Bäder, auch noch einmal ansprechen, ob und wie da die Projekte umgesetzt worden sind, schließlich amortisiert sich vieles innerhalb von ein, zwei Jahren. Ich habe dazu das Klima-Office bei mir im Geschäftsbereich beauftragt, sich diese Projekte noch einmal anzusehen, zu prüfen und mir konkrete Handlungsempfehlungen zu geben.

Welche Perspektiven sehen Sie für das Projekt?

Ich denke, dass schon allein der permanente Anstieg der Energiepreise immer mehr zu einem "Verkaufsargument" wird, Unternehmen für eine Teilnahme zu gewinnen. Besonders Mittelständler, die keine eigenen Fachabteilungen dafür haben, ziehen aus dem Ökoprofit und der "Kostendurchleuchtung" durch die Ökoprofit-Experten echte Vorteile.

Als Stadt haben wir natürlich auch etwas davon. Wir erreichen damit unsere Ziele bei den CO2-Einsparungen und können die gewonnenen Erfahrungen an die Folgegenerationen mitgeben. Daher freue ich mich auf viele Bewerbungen in der neu gestarteten Runde und wünsche den Unternehmen sowie den Beratern gutes Gelingen.

Heiko Weckbrodt

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