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Bürgerinitiative kämpft gegen Einkaufszentrum an der Dresdner Friedrichstraße

Bürgerinitiative kämpft gegen Einkaufszentrum an der Dresdner Friedrichstraße

Das geplante Einkaufszentrum an der Friedrichstraße in der Dresdner Friedrichstadt sorgt bei einigen Bürgern des Stadtteils weiterhin für Empörung.

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So soll das Einkaufszentrum nach den Wünschen der architekten einmal aussehen

Quelle: SGPArchitekten

Grund: Das 3000 Quadratmeter große Bauprojekt würde die sogenannte „Grüne Ecke“ zerstören, fast alle der etwa 100 Bäume müssten gefällt werden. Für den Erhalt der grünen Fläche setzt sich nun die Bürgerinitiative (BI) Friedrichstadt ein.

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Der Stadtrat hat die Änderung des Bebauungsplanes bereits auf den Weg gebracht.

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Dafür hat das Team um Sprecherin Susanne Krause eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Über 500 Bürger haben bereits ihre Stimme abgegeben. Dennoch weiß die Initiative, dass ein Einkaufszentrum für den Stadtteil von Vorteil wäre, sieht den idealen Ort für solch ein Projekt aber eher im Bahnhof Mitte, der sich nur knapp 100 Meter von der Friedrichstraße entfernt befindet. „Die Entwicklung des Bahnhofs weg von einem ungemütlichen Haltepunkt zu einem vollwertigen Stadtteilzentrum wäre naheliegend und für viele Pendler und Friedrichstädter ein Gewinn“, erklärte Krause. Der Bahnhof Mitte wäre nicht nur durch die Straßenbahnen, sondern vor allem auf Grund der Zugverbindungen ein hochfrequentierter Umstiegspunkt, dessen Möglichkeiten bisher einfach nicht genutzt werden. Deshalb sind die Mitglieder der Initiative erfreut, dass die Deutsche Bahn gemeinsam mit der Stadt bereits an einem Nutzungskonzept arbeitet und den Bahnhof aufwerten will. Denn dann würde die über 2000 Quadratmeter große Fläche unter den Gleisen „endlich wieder sinnvoll genutzt werden.“

Mit dieser Alternativlösung will die Bürgerinitiative am 4. März auch vor den Bauausschuss treten. „An aller erster Stelle wollen wir eine Ablehnung des Projektes erzielen“, erklärt Krause. Das Einkaufszentrum sei nicht nur ökologisch ein Nachteil, sondern auch architektonisch nicht ansprechend und die Bebauung nicht hoch. „Wir würden uns stattdessen eine Wohnanlage im hinteren Bereich wünschen, die Wohnen und hochwertige Grünräume verbindet“, meint die Sprecherin der Initiative. So könnten die Bürger den vorderen Teil nach wie vor nutzen. Zudem forderte die BI die Stadt Dresden auf, ihre Grundstücke nicht aus der Hand zu geben. „Momentan gehören drei der Grundstücke der privaten Eigentümern.", erklärte Krause.

Das Einkaufszentrum an der Friedrichstraße/Weißeritzstraße steht bereits seit Jahren zur Debatte. Der ehemalige Investor, der Weimarer Bauträger Florana, wollte die ersten Geschäfte bereits 2012 eröffnen. Allerdings musste Geschäftsführer Heinz Nettekoven Insolvenz anmelden, so dass die Pläne erst einmal auf Eis lagen. Doch mittlerweile hat der Suhler Bauunternehmer Heinrich Nenninger von der Firma BauWi Bau und Beton GmbH das Projekt übernommen. Einer seiner Vertreter wird Anfang März ebenfalls im Bauausschuss dabei sein, erklärte der Geschäftsführer auf Anfrage von DNN-Online. Bereits Ende Januar stand das Einkaufszentrum auf der Tagesordnung des Bauausschusses, musste aber wegen zu vieler Themen vertagt werden.

Ziel und Zweck des Bebauungsplanes ist es nach Angaben der Stadt Dresden, an der Ecke Weißeritzstraße/Friedrichstraße durch die Gestaltung eines „zeitgemäßen Gebäudes für Einkaufseinrichtungen, Dienstleistungen und Parken den Eingang in die Friedrichstadt funktional und gestalterisch zu verbessern.“ Der größte Mieter des Einkaufszentrums soll eine Lebensmittelkette sein, die eine Verkaufsfläche von 1.685 Quadratmetern bekommen wird. In den Obergeschossen stehen insgesamt ca. 1.524 Quadratmeter für Dienstleistungseinrichtungen, Wohnungen und 130 Stellplätze zur Verfügung.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative findet am 25. Februar, 19.30 Uhr, Am Bramschkontor 2, statt. Anmeldungen werden unter friedrichstadt@fueralle.org entgegen genommen.

Nadine Steinmann

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