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Brutvogelatlas für Dresden in Arbeit

Naturschutzbund sucht ehrenamtliche Helfer Brutvogelatlas für Dresden in Arbeit

Im Gegensatz zu Chemnitz und Leipzig sowie weiteren Regionen in Sachsen verfügt Dresden noch nicht über einen Brutvogelatlas. Das soll sich jetzt ändern. Die Dresdner Ornithologen wollen im gesamten Stadtgebiet die Brutvogelarten und deren Häufigkeiten erfassen. Dafür brauchen sie u.a. von Gartenbesitzern in Dresden Unterstützung.

Eine Blaumeise beim Nestbau in einem Nistkasten.

Quelle: Catrin Steinbach

Dresden. Alle Jahre wieder initiiert der Naturschutzbund die „Stunde der Gartenvögel“. Jeder ist aufgerufen, in dem genannten Zeitraum eine Stunde lang die Vögel in seinem Garten, von seinem Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. „Es geht dabei nicht um eine exakte Erfassung der Zahl der Gartenvögel, sondern darum, einen allgemeinen Überblick über das Vorkommen der Arten zu bekommen. Wenn solche Zählungen regelmäßig immer wieder stattfinden, kann man schon Vergleiche ziehen“, gab Andreas Knoll, Leiter der Fachgruppe Ornithologie des Naturschutzbundes in Dresden, vor einiger Zeit gegenüber DNN Auskunft. Knoll ist natürlich klar, dass „selbst Zählungen durch viele Naturfreunde mit keiner wissenschaftlichen Erfassung mithalten können. Dafür sind systematische Kontrollen über einen längeren Zeitraum erforderlich.“

Im Gegensatz zu Chemnitz und Leipzig sowie weiteren Regionen in Sachsen verfüge Dresden bisher noch über keinen eigenen Brutvogelatlas. Das soll sich jetzt ändern. „Die Dresdner Ornithologen haben beschlossen, von 2016 bis 2018 eine Brutvogel-Rasterkartierung auf 2qkm-Basis für das Gebiet in den Stadtgrenzen von Dresden durchzuführen“, teilt Andreas Knoll mit. „Wir werden im gesamten Stadtgebiet die Brutvogelarten und deren Häufigkeiten erfassen“, sagt Jakob Reif, Leiter der Regionalgruppe Dresden des Vereins Sächsischer Ornithologen (VSO). Das Projekt werde durch die NABU-Fachgruppe Ornithologie und die VSO-Regionalgruppe Dresden organisiert und fachlich durch den Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. begleitet.

Bisher haben sich - einer NABU-Mitteilung zufolge – mehr als 50 Ornithologen zur Mitarbeit bereit erklärt. 80 Prozent der Raster seien belegt. Die Begehungen der Kartierungsflächen erfolge früh morgens je zweimal im März, April, Mai und Juni. Dabei würden vor allem die Balz-Gesänge und die Brutaktivitäten der Vögel erfasst. „Weitere Begehungen können abseits der Wege nötig sein, in der Regel tagsüber, um nach Nestern, Höhlenbäumen oder Familienverbänden zu schauen. Die Kartierung erfolge ausschließlich ehrenamtlich“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Um das ehrgeizige Projekt zu stemmen, bitten die Ornithologen um Unterstützung. Zum einen sind sie z.B. für das Erstellen und Vervielfältigen der Kartierungsunterlagen und den Druck der Ergebnisse auf Spenden angewiesen. Zum anderen freuen sie sich über jeden, der ihnen bei der Erfassung der Dresdner Brutvögel hilft. „Das können konkrete Beobachtungen von Brutplätzen sein. Wertvolle Hinweise sind vor allem besetzte Nistkästen und Nester sowie fütternde Vögel oder ausgeflogene Jungvögel, besonders auf Privatgrundstücken und in Gärten, wo die Erfasser nicht hinkommen“, erklärt Knoll.

Infos können an das Büro des Naturschutzbundes, Schützengasse 16-18, 01067 in Dresden oder per Mail an brutvogelkartierung.dd@gmail.com gemeldet werden. Das Spendenkonto des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V. bei der Sparkasse Chemnitz hat die IBAN: DE19 8705 0000 3634 0008 04, BIC: CHEKDE81XXX. Den Verwendungszweck: Brutvogelkartierung Dresden nicht vergessen.

Von cat.

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