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Breites Dresdner Bündnis geht für Toleranz und Weltoffenheit auf die Straße – Drohungen gegen Organisatoren

Breites Dresdner Bündnis geht für Toleranz und Weltoffenheit auf die Straße – Drohungen gegen Organisatoren

Unter dem Titel „Dresden für alle“ geht am heutigen Abend ein breites Dresdner Bündnis für eine weltoffene Stadt auf die Straße.

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Quelle: Dresden für Alle

In einem großen Sternlauf sind die Dresdner aufgerufen, am Abend von sechs verschiedenen Startpunkten aus bis zum Rathaus zu gehen, um ein Zeichen gegen Pegida zu setzen.

Der Schulterschluss der Dresdner Gesellschaft ist dabei noch einmal deutlich umfassender als zum 13. Februar. Die CDU ist genauso dabei wie Linke oder das Bündnis „Dresden Nazifrei“, die jüdische Gemeinde läuft zusammen mit dem Islamischen Zentrum und dem Ausländerrat, Kirchen und Deutscher Gewerkschaftsbund engagieren sich wie auch die Macher des Christopher Street Day und der Wissenschaftsvereinigung „Dresden concept“. Auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und die sächsische Landesregierung um Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) unterstützen die Veranstaltung und rufen zur Teilnahme auf.

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Rund 1200 Menschen haben am Montagabend erstmals den Pegida-Zug gestoppt.

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„In unserer Stadt leben etwa eine halbe Million Menschen. Die einen sind hier geboren, die anderen im Lauf ihres Lebens hergezogen. Wieder andere haben Krieg und Not in unsere Stadt verschlagen. Die Menschen unserer Stadt sind konfessionslos, Christen, Muslime, Juden, Hindus. Sie haben unterschiedliche Lebensplanungen und Vorstellungen von Partnerschaft und Familie. Sie sind jung und alt“, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf von „Dresden für alle“.

„Wir stehen für eine Stadt, in der jeder und jede sein Leben leben kann, ohne dabei andere in ihrer Freiheit zu beschränken. Damit das vielseitige und offene Dresden jeden Tag Realität sein kann, müssen wir ohne Vorbehalte und Ängste aufeinander zugehen, miteinander reden, einander zuhören und gemeinsam nach Lösungen suchen. Deshalb kritisieren wir Pegida, eine patriotische Bewegung, die Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, nicht in unserer Stadt haben möchte und ein diffuses Angstbild verbreitet. Wir wollen gemeinsam zeigen, dass Dresden mehr ist als die Menschen, die sich derzeit hinter Pegida versammeln.“

Mutmaßliche Pegida-Sympathisanten reagiert darauf mit blankem Hass. Eric Hattke, ein Vertreter der Dresdner Studierendenschaft berichtete am Sonntag von zahlreichen Mails und SMS, in denen ihm massiv gedroht wurde. In den Schreiben, die DNN-Online in Teilen vorliegen, wird ihm „persönlicher Besuch“ mit „schlagkräftigen Argumenten“ angekündigt, es gibt massive Beleidigung und der Wunsch, er möge aufgehängt werden. Die sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ haben für den Abend eine Kundgebung geplant.

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Eric Hattke wurde nach seinem Engagement für "Dresden für alle" massiv bedroht.

Quelle: Stephan Lohse

"Es geht mir nicht darum die Menschen zu spalten oder zu beschimpfen. Die Thematik ist durchaus komplex und nicht alle Sorgen der Pegida-Bewegung sind unbegründet. Ein Dialog von beiden Seiten ist unerlässlich um den Problemen konstruktiv zu begegnen. Hass, egal von welcher Seite, wird Dresden nicht weiter helfen", stellte Hattke klar.

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sl

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