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Bombenfunde in Dresden: Bauträger sind für Suche verantwortlich

Bombenfunde in Dresden: Bauträger sind für Suche verantwortlich

Zweimal innerhalb von 24 Stunden sind in der vergangenen Woche auf einer Baustelle an der Augsburger Straße britische Fliegerbomben entdeckt worden. Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst anrücken, um die gefährlichen Blindgänger zu entschärfen.

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Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf einer Baustelle in Dresden anrücken, um zwei gefährliche Blindgänger zu entschärfen.

Quelle: Privat

Die Funde seien aber nicht auf Nachlässigkeiten im Vorfeld der Bauarbeiten zurückzuführen, erklären Experten. Das Grundstück sei bereits abgesucht worden.

Denn: „Die Verantwortung, auf Grundstücken nach Bomben zu suchen, liegt beim Bauträger“, erklärt Jürgen Scherf, Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes, zu dem auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst gehört. Der Bauträger könne sich bei der Stadt kundig machen, ob für sein Grundstück eine Gefährdung vorliege. Anhand eines Katasters werde dort dann Auskunft gegeben, ob es bereits in der Vergangenheit beräumt wurde oder als belastet gilt. Für die Suche nach möglichen Bomben müsse der Bauträger private Firmen beauftragen.

Je nachdem, in welcher Tiefe man Funde vermute, werden dabei dann Flachsonden oder Metallsuchgeräte verwendet, teilte Günter Fricke von der Dresdner Sprengschule den DNN mit. „Um sehr tief liegende Munitionskörper zu finden oder in Bereichen zu suchen, die anderweitig belastet sind, etwa durch Kabel oder Schienen, werden vier bis sechs Meter tiefe Löcher gebohrt. Dann werden Sonden in die Löcher eingeführt, um nach magnetischen Anomalien zu suchen“, sagt Fricke.

Obwohl der Stand der Technik gut sei, berge eine solche Suche immer auch Gefahren, weil die Bodenverhältnisse unterschiedlich seien oder sich Signale von mehreren Metallgegenständen überlagern. Selbst Experten würden nicht immer erkennen, ob ein vom Sensor angezeigter Metallgegenstand im Erdreich eine Bombe ist. Da die Sprengstoffe über Jahrzehnte chemisch und physikalisch stabil seien und die Federn in den Zündsystemen bis heute funktionieren, bleiben die Blindgänger gefährlich, sagt Fricke.

Philipp Nowotny/cs

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