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Blick in die Zukunft - Angela Merkel besucht Dresdner Chipindustrie

Blick in die Zukunft - Angela Merkel besucht Dresdner Chipindustrie

Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge - Begriffe wie diese kommen Angela Merkel (CDU) locker über die Lippen. „Diese gesamte Entwicklung im Blick zu haben, das ist jetzt eigentlich die Aufgabe“, sagt sie.

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Quelle: dpa

Und deshalb ist die Bundeskanzlerin am Dienstag nach Dresden gekommen - nur einen Tag nach dem Griechenland-Gipfel mit seinen Marathonberatungen. Hier besucht sie die Chiphersteller Globalfoundries und Infineon, die zusammen fast 6000 Menschen beschäftigen.

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Globalfoundries in Dresden

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Beim Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme informiert sie sich über die wissenschaftlichen Grundlagen, um die sich im Dunstkreis vier Universitäten, fünf Fachhochschulen und mehr als ein Dutzend weiterer Institute kümmern. In und um die sächsische Landeshaupt ist in den vergangenen 25 Jahren nach Angaben des Branchenverbandes Silicon Saxony Europas größter Mikroelektronikstandort gewachsen.

Ein „Leuchtturm“, wie Merkel es nennt. Ein Leuchtturm in einem Europa, das „an vielen Stellen zurückgefallen“ sei. Das klingt fast bedrohlich. „Für uns steht nicht mehr und nicht weniger auf dem Spiel, ob wir es schaffen, unsere klassischen industriellen Fähigkeiten auszubauen“, meint die Kanzlerin.  Und dafür brauche es die Industrie 4.0, die vernetzte Fertigungstechnik und das Internet der Dinge, in dem nicht nur Computer oder mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, sondern auch die Kaffeemaschine, der Kühlschrank, die Heizung und das Auto miteinander kommunizieren. „Daraus werden auch neue Geschäftsmodelle entstehen“, meint Merkel.

Der Chef der Fab 1, wie Globalfoundries seine Chipfabrik in Dresden nennt, spricht von einem „guten Tag für Deutschland“. „Die Bundeskanzlerin ist sehr daran interessiert, was hier in Dresden passiert“, sagt Rutger Wijburg. Und es sei klar geworden, dass auch Brüssel gefragt sei, wenn es darum gehe, nicht weiter hinter die Konkurrenz aus Asien und den USA zurückzufallen.  „Deutschland ist stark in der Mikroelektronik. Das hat uns der heutige Besuch hier in Dresden ganz klar vor Augen geführt“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU), die mit Merkel nach Sachsen gekommen ist. „Die Konkurrenz schläft aber nicht und die Digitalisierung schreitet schnell voran“.

Nach Dresden mitgebracht hat Wanka ein neues 400-Millionen-Euro-Förderpaket für die Mikroelektronik, das bis Jahresende fertiggeschürt sein soll. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) verweist auf die Bedeutung der Branche über Deutschlands Grenzen hinaus. „Hier in „Silicon Saxony“ entscheidet sich ein Stück weit die Zukunft Europas.“ Die EU müsse Standort der Mikroelektronik sowohl für Forschung als auch Produktion bleiben, schließlich seien Halbleiter der „Grundwerkstoff des 21. Jahrhunderts“ und Treiber von Innovationen.  Genau so sieht es Wijburg. „Die Chip-Industrie hat sich geändert von einer Industrie, die sich selber treibt, zu einer Industrie, die von sehr großer Bedeutung ist für andere Industrien.“ Dass gerade in Sachsen der größte Mikroelektronikstandort Europas gewachsen ist, sei das Ergebnis kluger politischer Entscheidungen, meint Merkel.

Im 25. Jahr nach der deutschen Einheit sei es ihr „eine große Freude, zu sehen, dass trotz aller industrieller Umbrüche die Fachkenntnis hier von Robotron Mikroelektronik doch genutzt werden konnte, um Brücken zu schaffen.“  Am Ende der DDR waren in dem Mikroelektronik-Kombinat 68 000 Menschen beschäftigt. Derzeit arbeiten in den rund 2200 Unternehmen der sächsischen Mikroelektronik und der Informations- und Kommunikationstechnik circa 58 000 Menschen mit zuletzt steigender Tendenz.

dpa

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