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Bistum Dresden-Meißen: Alt-Bischof Reinelt wird offiziell verabschiedet

Bistum Dresden-Meißen: Alt-Bischof Reinelt wird offiziell verabschiedet

Dresden. Zwei Monate nach dem Wechsel in den Ruhestand ist der Alt-Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, am Donnerstag in Dresden offiziell verabschiedet worden.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, würdigte den 75-Jährigen als „Missionar im besten Sinne des Wortes“ in bewegten Zeiten. Er habe sich „mit tatkräftigem Engagement, stetem Charme und beeindruckender Liebenswürdigkeit“ den Herausforderungen als Hirte und Seelsorger gestellt. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) lobte Reinelts Beitrag zum Dialog von Kirche und Staat und für den Glauben im Freistaat, in dem drei Viertel der Bevölkerung nicht gläubig seien.

Zollitsch sprach Reinelt „höchsten Respekt“ für dessen selbstlosen Einsatz und das stete Eintreten für den Glauben in der Diktatur, der gefährlichen Wendezeit und seitdem aus. „Du hast die christlichen Werte ... stets mit Nachdruck öffentlich zur Geltung gebracht und dabei auch politisch unmissverständlich Stellung bezogen“, betonte er auch mit Verweis auf Reinelts Eintreten gegen Neonazis. Reinelt habe zudem intensiven Anteil an der Vereinigung der Bischofskonferenz. „Es ist dir zu verdanken, dass die katholischen Gläubigen zwischen Ost und West einander näher gerückt sind.“

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Joachim Reinelt stand als Bischof 24 Jahre an der Spitze des Bistums Dresden-Meißen.

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Tillich hob Reinelts Engagement im Bildungsbereich hervor, das sich in vielen Schulneugründungen zeige. Tillichs Amtsvorgänger und Laudator Kurt Biedenkopf (CDU) dankte Reinelt für den starken Willen, wenn Widerstände auftauchten. Auch der Dialog von Kirche und Staat sei dessen Zielstrebigkeit zu verdanken. Der Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, betonte das ökumenische Zusammenwirken mit Reinelt. „Die Zusammenarbeit der Bischöfe in ökumenischem Geist hat beiden Kirchen gut getan und das christliche Zeugnis in säkularer Umgebung gestärkt.“

Der aus Niederschlesien stammende Reinelt war nach Stationen als Priester in Sachsen und Thüringen mit dem Wahlspruch „Jesus in medio“ am 20. Februar 1988 zum Bischof geweiht worden. Er wirkte jahrelang auch in der Deutschen Bischofskonferenz. Sein Dienst verlängerte sich auf Wunsch von Benedikt XVI., weil Mitte 2011 zwei Bischofsstühle der östlichsten deutschen Kirchenprovinz unbesetzt waren und der Papstbesuch bevorstand. Erst am 20. Februar wurde mit Reinelt dann einer der dienstältesten Bischöfe Deutschlands aus der Verantwortung gelassen. Er nimmt während der Nachfolgersuche weiterhin Aufgaben wahr, die nur ein Bischof machen kann. Das Ordinariat rechnet mit einem Dreivierteljahr, wie Ordinariatsrat Christoph Pötzsch sagte.

dpa

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