Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Bislang 10445 Bürger gegen Umbau des Kulturpalastes

Bislang 10445 Bürger gegen Umbau des Kulturpalastes

Die SPD und die Linke-Fraktion im Stadtrat wollen den Kulturpalast als multifunktionale Stadthalle und architektonisches Dokument der Nachkriegsmoderne erhalten.

Gemeinsam mit engagierten Bürgern sammeln sie deshalb als Initiative "Kulturpalast erhalten" seit Ende des vergangenen Jahres Unterschriften. 10.445 sind bisher zusammengekommen. "Wir machen weiter", so Linke-Fraktionschef André Schollbach. Ziel der Initiative ist, mit Hilfe einer Massenpetition den Beschluss des Stadtrates - den Kulturpalast zu einem Orchestersaal und Domizil für Städtische Zentralbibliothek, Herkuleskeule und Besucherzentrum der Stiftung Frauenkirche umzubauen - doch noch zu kippen.

Laut Stadtrats-Beschluss soll das 1969 errichtete Gebäude von 2012 bis 2014 für 65 Millionen Euro saniert werden. Der umgebaute Saal wird, so der Plan, vor allem der Philharmonie beste akustische Bedingungen bieten. Nachteil ist, dass die Zahl der Plätze von 2435 auf 1800 schrumpft und die Bühne so umgebaut wird, dass verschiedene Veranstaltungen der heiteren Muse nicht mehr möglich bzw. unwirtschaftlich sind. Nur 15 Prozent dieser Veranstaltungen würde das betreffen, so Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos; DNN berichteten). Diese Zahl hält SPD-Stadtrat Wilm Heinrich für unkorrekt. Zudem könne man das nicht nur an der Zahl der Veranstaltungen messen. "Vor allem die großen Veranstaltungen werden verdrängt", so dass etwa die Hälfte der Besucher im Kulturpalast wegfallen würde. 

Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) kritisiert, dass die Initiative "Kulturpalast erhalten" keine Alternative vorlegen könne, die durchgerechnet sei. "Wenn neben dem Kulturpalast noch ein neues Konzerthaus entstehen soll, muss man letzteres doch auch bespielen. Entweder man holt zusätzlich noch fremde Orchester rein oder man stockt die vorhandenen Orchester auf, damit sie das Pensum bewältigen können. Beides muss man auch teuer bezahlen." Lunau warnt davor, "das jetzt eingeleitete Verfahren anzuhalten, denn dann laufen wir Gefahr, weder für die Unterhaltungsmusik noch für die Philharmonie einen Veranstaltungsort zu haben". Die Betriebserlaubnis sei aus brandschutztechnischen Gründen nur mit Blick darauf verlängert worden, dass sich baulich etwas tue. Für eine Sanierung und Modernisierung des Kulturpalastes als Stadthalle gebe es zwar ein Konzept, "aber keine richtige Planung".

Für den Kulturpalast-Umbau in einen Konzertsaal haben in der vergangenen Woche die Architekten ihre Entwürfe abgegeben. Das Preisgericht will am 22./23. April eine erste Auswahl treffen und am 17./18. Juni eine Entscheidung fällen.

Catrin Steinbach

Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.