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Bischof: Glaubens-Spaltung ist ein Segen

Bischof: Glaubens-Spaltung ist ein Segen

Die Spaltung der Christen in verschiedene Konfessionen ist kein Unglück, sondern ein Segen. Diese Auffassung hat Matthias Ring, Bischof der Alt-Katholiken, bei einem Vortrag vertreten, zu dem der Ökumenekreis Dresden-Süd eingeladen hatte.

Christen sollten die Vielfalt der Konfessionen als Quelle der Inspiration begreifen, um sich in ihrer jeweiligen Eigenart besser zu verstehen, sagte er.

Konfessionen könne man nicht aneinander, sondern nur in sich beurteilen: "Sind sie in sich stimmig?" Deshalb komme es darauf an, "dass die Evangelischen evangelischer, die Römisch-Katholischen katholischer werden". Eine Angleichung dagegen würde zu einem "Mischmasch" führen, der letztlich weitere Kirchenspaltungen zur Folge hätte.

Gespräche zwischen den Konfessionen mit dem Ziel einer Annäherung gerieten in eine Sackgasse, wenn beide Seiten eine Angleichung anstrebten. Der Denkfehler besteht seiner Ansicht nach in der durch nichts belegten Annahme, einst habe es eine einige Kirche gegeben und diese ursprüngliche Einheit sei wieder herzustellen. "Ich dagegen meine: Es hat mit dem Innersten des Glaubens zu tun, dass es viele Konfessionen gibt." Schon mit den vier Evangelien existierten vier verschiedene Versuche, die Frage zu beantworten: "Wer war Jesus? Was folgt daraus für unser Leben?" Nicht die Einheit also, sondern die Vielfalt sei von Anfang an da gewesen. "Für uns Christen könnte es befreiend sein, uns zuzugestehen, dass es von Anfang an viele Glaubenswelten gab."

Die Altkatholiken entstanden aus einer Gruppe von Christen, die das auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 verkündete Unfehlbarkeitsdogma des Papstes nicht anerkannten und daraufhin exkommuniziert wurden. Rund 250 Alt-Katholiken gibt es in Sachsen. Verteilt im gesamten Freistaat auf vier Orte: von Großschönau in der Oberlausitz über Dresden und Leipzig bis Werdau am Fuße des Westerzgebirges. Sie besitzen in Sachsen kein eigenes Kirchgebäude. Mit ihren Gottesdiensten sind sie daher zu Gast bei anderen Konfessionen, oft bei evangelischen Christen. In Dresden zum Beispiel in der evangelischen Diakonissenhauskirche.

Im Unterschied zur römisch-katholischen Kirche dürfen Priester bei den Alt-Katholiken verheiratet sein. Dem Bischof ist eine Synode zur Seite gestellt, die mit entscheiden darf. Bei den deutschen Alt-Katholiken dürfen auch Frauen Priester sein. T. Gärtner

www.altkatholiken-sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.07.2012

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