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Bis zu 78 Prozent mehr Standgebühren - Neue Satzung geht Striezelmarkt-Händlern ans Portemonnaie

Bis zu 78 Prozent mehr Standgebühren - Neue Satzung geht Striezelmarkt-Händlern ans Portemonnaie

Zehn Jahre waren sie konstant, die Standgebühren auf dem Dresdner Striezelmarkt. Bei der diesjährigen 577. Ausgabe des Traditionsweihnachtsmarktes müssen die Händler erstmals seit 2000 jedoch tiefer in ihre Portemonnaies greifen.

Von Christin Grödel

Besonders hart trifft dieses Los die Verkäufer von Glühwein und anderen alkoholischen Getränken sowie die Imbissinhaber. Bis zu 78 Prozent mehr müssen sie in diesem Jahr bezahlen. "Wir haben alle gestöhnt, als wir davon hörten. Aber nun müssen wir damit leben", erzählt Daniel Warmbold, der Betreiber der Schloss-Schänke. Der Kontrast zwischen steigenden laufenden Kosten und konstant bleibenden Einnahmen machte es für die Stadt jedoch notwendig, die Gebühren zu erhöhen.

"Dresden steht als Betreiber des Striezelmarktes in der Pflicht, das Gleichgewicht wieder herzustellen", erklärte Dirk Hilbert (FDP), Erster Bürgermeister der Stadt. Um den erreichten Standard an Vielfalt und Qualität nicht zu beeinträchtigen, sei die Stadt im Rahmen der Erhöhung mit Augenmaß vorgegangen und hat sie nach Sortimentsgruppen vorgenommen. Den Leitbildern "Dresdner Striezelmarkt - der Weihnachtsmarkt mit Historie und Tradition" und "Dresdner Striezelmarkt - der Weihnachtsmarkt mit Stollen und Erzgebirgischer Volkskunst" folgend, wurden hier eher moderate Erhöhungen vorgenommen. So müssen Händler von allgemeiner Verkaufsware eine Steigerung von zehn Prozent, Verkäufer von Süßwaren und Stollen von 45 Prozent hinnehmen.

Die Steigerungsrate liegt bei durchschnittlich etwa 39 Prozent, wobei sich ein erheblicher Anteil davon als reiner Inflationsausgleich niederschlage. Kostete nach Angaben der Stadt ein Glühwein im Jahr 2001 noch 3 D-Mark, wurden im vergangenen Jahr schon 2,50 Euro verlangt. Somit sei ein großer Teil der Erhöhung nichts anderes als ein Ausgleich der jährlichen Teuerungsrate. Diese lag von 2001 bis 2010 bei durchschnittlich 1,5 Prozent im Jahr.

Bereits 2007 wurde die Überarbeitung der Gebührensatzung eingeleitet. Vor dem Hintergrund der Stadtratsbeschlüsse zum Bau der Tiefgarage Altmarkt und zur Neugestaltung des Striezelmarktes wurde diese jedoch zunächst nicht weiter verfolgt. Jetzt sei eine Erhöhung aber unumgänglich gewesen, da die Kostenlast in den vergangenen Jahren zunehmend zu einer Deckungslücke zwischen Aufwand und Ertrag geführt habe. So lag die Kalkulation mit Mieten, Stromverbrauch, Reinigungskosten, kultureller Betreuung und Öffentlichkeitsarbeit für 2000 bei 19 600 Euro und in diesem Jahr bereits bei 91 800 Euro.

Außerdem habe die abgeschlossene Umgestaltung des Striezelmarktes eine Anpassung der Gebühren an die aktuellen Gegebenheiten nötig gemacht. Für die Umgestaltung des Platzes investierte die Stadt rund 1 Million Euro, allein die Überbauung der beiden Brunnen schlug mit etwa 570 000 Euro zu Buche.

Die Händler selbst zeigen sich angesichts der Erhöhung zwar nicht begeistert, aber zumindest einsichtig. Dass es irgendwann eine Erhöhung geben müsse, sei klar gewesen, erklärt zum Beispiel Ingrid Necke aus Radebeul, die in ihrem Gardinen- & Geschenke-Paradies Plauener Spitze verkauft. Ebenso wie Daniel Warmbold hätte sie es allerdings besser gefunden, die Erhöhung wäre etappenweise Jahr für Jahr erfolgt. "Da hätte der Händlerverband eher reagieren müssen. Jetzt können wir es nicht mehr ändern", so Warmbold.

Vergleich Striezelmarkt 2000 bis 2011

Gebühr Erhöhung Gebühr neu Erhöhung

lt. Satzung vom pro Quadtratmeter pro Quadtratmeter Gebühr

15. Juni 2000 pro Tag pro Tag in Prozent

Allgemeneine Verkaufsware 8,18 0,82 9,00 10

Süßwaren/Stollen 7,62 3,43 11,05 45

Lebensmittel/Frischwaren 7,62 2,67 10,29 35

Imbis 11,50 8,97 20,47 78

Imbiss mit alkoholischen 13,04 10,17 23,21 78 Heissgetränken

Alkoholische Heissgetränke 12,27 9,57 21,84 78

Pavillon mit alkoholischen 12,27 8,84 21,10 72 Heissgetränken

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2011

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