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Bioreaktor produziert Insulin im Körper - Projekt in Dresden

Bioreaktor produziert Insulin im Körper - Projekt in Dresden

orscher aus Dresden arbeiten an einem System, das im Körper eines Diabetikers die Funktion der Bauchspeicheldrüse übernimmt und selbstständig Insulin produziert.

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Eine Diabetikerin spritzt sich Insulin.

Quelle: Gero Breloer/Archiv

Nach Angaben des Universitätsklinikums in Dresden vom Mittwoch wurde der sogenannte Bioreaktor mit Inselzellen erstmals bei einem Typ-1-Diabetiker eingesetzt. Er habe den Patienten ein Jahr lang mit Insulin versorgt. Noch befinde sich die Therapie in der Erprobung.

„Wir gehen aber davon aus, dass das System in fünf Jahren eine Option bei der Behandlung des Diabetes sein wird“, sagte Professor Stefan R. Bornstein. Das Projekt soll auf dem 57. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie im März in Dresden vorgestellt werden. Die Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes gilt als unheilbar, Betroffene müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse oder von Zellansammlungen verbessert in der Regel die Lebensqualität. Patienten müssen dann aber Medikamente einnehmen, um das Abwehrsystem zu unterdrücken.

Auf jeden Fall darf der Körper das Organ oder die Zellen nicht abstoßen. Deshalb komme eine Transplantation nur für einen Teil der Patienten infrage, hieß es. Zudem fehlen ausreichend Spenderorgane. Der Bioreaktor aus Dresden - eine kleine Dose, die mit menschlichen Inselzellen gefüllt ist - soll Abhilfe schaffen. Er schützt die Spenderzellen vor Angriffen des Immunsystems, lässt aber umgekehrt Insulin in den Körper gelangen. Nach Aussagen von Bornstein wurde der Bioreaktor vor sieben Jahren von Materialwissenschaftlern in Israel konzipiert. Mit diesen Kollegen arbeite man nun seit drei Jahren an der Weiterentwicklung. Die Zellen würden regelmäßig mit Sauerstoff versorgt, um aktiv zu bleiben. Damit habe man den Beleg erbracht, dass solche Zellen ohne Medikamente im Körper überleben können.

In der ersten Testphase musste der Patient allerdings täglich den Sauerstoffaustausch vornehmen. Nun arbeite man an einem wöchentlichen Rhythmus. In einer weitere Stufe gehe es darum, insulinproduzierende Zellen vom Schwein im Bioreaktor zu verwenden. Bornstein zufolge sind größere Testreihen mit Patienten in Schweden und Großbritannien geplant.

dpa

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