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Bio-Bahnhof öffnet Ende Oktober

Einkaufen im Kulturdenkmal in Dresden-Klotzsche Bio-Bahnhof öffnet Ende Oktober

Viele Jahre war der Bahnhof Klotzsche dem Verfall preisgegeben und verschandelte das Ortsbild. Doch seit Frühjahr 2015 wird gebaut. Das Kulturdenkmal wird mit viel Liebe zum Detail denkmalgerecht saniert und soll als „Bio-Bahnhof Klotzsche“ zu neuer Blüte gelangen. Ende Oktober will Bernhard Probst, Eigentümer des Vorwerks Podemus, dort seinen 11. Biomarkt eröffnen.

Teil des Bahnhofsgebäudes, in das der Biomarkt einzieht.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Viele Jahre war der Bahnhof Klotzsche dem Verfall preisgegeben und verschandelte das Ortsbild. Doch seit Frühjahr 2015 wird gebaut. Das Kulturdenkmal wird mit viel Liebe zum Detail denkmalgerecht saniert und soll als „Bio-Bahnhof Klotzsche“ zu neuer Blüte gelangen. Das ist der Plan der Brüder Bernhard und Gerhard Probst. Sie investieren in das Familienprojekt über eine Million Euro.

Am Dienstag baute Tischler Dirk Müller aus Halsbrücke (Freiberg) mit seinen Kollegen das aus denkmalpflegerischer Sicht wichtigste Bauteil des Bahnhofes Klotzsche ein: Das originalgetreu nachgebaute Jugendstilportal. „Als Vorlage diente ein Foto aus dem Archiv der Deutschen Bahn“, so Müller. Eine besondere Herausforderung für den Tischler waren Größe und Gewicht des Portals. Es ist 4,34 Meter breit, 3,92 Meter hoch, wiegt 400 Kilo und wurde deshalb vor Ort aus sieben Einzelteilen zusammengesetzt. Im Gegensatz zu früher werde das Portal künftig jedoch nicht mehr als Eingang dienen, sondern sei als Fenster besonderer Blickfang in seinem Biomarkt, so Bernhard Probst (39).

Viele Jahre war der Bahnhof Klotzsche dem Verfall preisgegeben und verschandelte das Ortsbild. Doch seit Frühjahr 2015 wird gebaut. Das Kulturdenkmal wird mit viel Liebe zum Detail denkmalgerecht saniert und soll als „Bio-Bahnhof Klotzsche“ zu neuer Blüte gelangen.

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Denn der Eigentümer des Vorwerks Podemus eröffnet – wenn es aus baulicher Sicht keine bösen Überraschungen mehr gibt – Ende Oktober im Bahnhof Klotzsche an der Straße Zur Neuen Brücke den 11. Biomarkt. „Die Hälfte der Belegschaft ist in anderen Märkten schon in der Einarbeitung“, sagt er. Beschäftigen will Probst im Biomarkt in Klotzsche zwölf Angestellte. Zwei bis drei weitere Mitarbeiter sollen sich um das Bistro kümmern.

In bewährter Weise biete das Vorwerk Podemus künftig im Biomarkt in Klotzsche auf 500 Quadratmetern Verkaufsfläche Fleisch, Wurst und Eier aus eigener Produktion, selbst angebaute Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten, Säfte, Sonnenblumenöl „und später auch selbst erzeugte Milch“ an. Ergänzt werde das Angebot durch Gemüse und Obst von anderen Biogärtnern und Biobauern aus der Region sowie durch frische Backwaren, Käsespezialitäten, Getränke und Dauerwaren, Wein und Kosmetik aus ökologischer Erzeugung.

Neu in Klotzsche ist ein Reifeschrank für Steaks. „Denn ein Selbstläufer ist das Biomarkt-Konzept nicht, man muss sich immer was Neues einfallen lassen“, weiß Vorwerkschef Bernhard Probst. Das Bistro, das er mit betreibt, soll die Woche über frisch zubereitete Imbissangebote machen. „Eine Idee ist, in der großen Küche, die hier im Bahnhof entsteht, Suppen zu kochen, die wir dann auch in unseren anderen Märkten verkaufen können.“

Der Biomarkt und das Bistro entstehen in dem unter Jugendstileinfluss 1908 errichteten repräsentativen „neuen“ Bahnhof. Er wurde um einen modernen Anbau ergänzt, in dem sich die Lieferzone, Lager- und ein Teil der Kühlräume sowie Räume für das Personal befinden. Daneben sollen 26 Parkplätze angelegt werden.

Während am neuen Bahnhof demnächst die Gerüste fallen, haben Handwerker an dem anderen Teil des Gebäudeensembles noch bis Frühjahr 2017 zu tun. In dem 1873 als Haltepunkt Klotzsche-Königswald errichteten „alten Bahnhof“ sollen im Erdgeschoss Händler und Gewerbetreibende einziehen. „So wird es zum Beispiel einen Laden für hochwertiges Spielzeug und kreatives Gestalten geben“, verrät schon mal Cornelia Probst, die Frau des eisenbahnbegeisterten Bauherren Gerhard Probst (44).

Drei der vier Gewerbeeinheiten sind vermietet. Für weitere 80 Quadratmeter sucht Familie Probst noch einen Händler, Dienstleister oder Handwerker, der sich mit dem Bio-Bahnhof-Konzept identifizieren kann. An Laufkundschaft dürfte es im Bio-Bahnhof künftig nicht mangeln. „Denn der Haltepunkt Dresden-Klotzsche ist als Bahn- und Busstation mit täglich mehr als 400 Halten sehr frequentiert“, wirbt Familie Probst für ihr Projekt. Im Obergeschoss des alten Bahnhofsgebäudes, dessen Sanierung abgeschlossen ist, wohnt seit vielen Jahren schon eine Familie, die auch während der Bauarbeiten im Haus blieb.

Von Catrin Steinbach

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