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Bildungsagentur genehmigt Freie Umweltoberschule Dresden

Noch eine Schule in freier Trägerschaft Bildungsagentur genehmigt Freie Umweltoberschule Dresden

Nach der Aktiven Schule Dresden hat die Bildungsagentur noch eine weitere Schule in freier Trägerschaft genehmigt. Es handelt sich um die Freie Umweltoberschule Dresden (FUD). Träger ist der FUD e.V., der von Eltern gegründet wurde, deren Kinder die Natur- und Umweltschule (NUS) besuchen. Für die NUS selbst läuft noch ein Klageverfahren am Oberverwaltungsgericht Bautzen.

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Henning, Johnny, Levin und Niklas (v.l.) aus der Natur- und Umweltschule haben immer donnerstags Waldtag.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Nach der Aktiven Schule Dresden hat die Bildungsagentur noch einer weitere Schule in freier Trägerschaft genehmigt. Es handelt sich um die Freie Umweltoberschule Dresden (FUD). Träger ist der FUD e.V., der von Eltern gegründet wurde, deren Kinder die Natur- und Umweltschule (NUS) am Manfred-von-Ardenne-Ring in der Albertstadt besuchen. Für die NUS selbst läuft noch ein Klageverfahren am Oberverwaltungsgericht Bautzen.

„Wir haben jetzt ein Jahr Zeit, um unsere Schule im Dresdner Norden in Betrieb zu nehmen“, sagt Michael Jancker, einer der fünf Vorstände des Trägervereins. Er hat zwei Kinder an der NUS und ein weiteres, das diese Schule schon durchlaufen hat. Jancker zufolge soll die Oberschule generell einzügig von der 5. bis zur 10. Klasse laufen und jeweils 24 Schüler pro Klassenstufe aufnehmen. Wie an einigen anderen freien Schulen auch werde es keine Zensuren geben, kündigt der 38-Jährige an. Das Konzept lehne sich an das der NUS an: „Wir rücken die außerschulischen Lernorte in den Focus und das Lernen aus eigener Erfahrung“, erklärt Michael Jancker. Das setze voraus, dass die Kinder Erfahrungen in der sie umgebenden Umwelt sammeln können. „Das sind aber nicht mehr nur die Wiese und der Wald, wie es für die Kleinen an der NUS gut und richtig ist, sondern alles, was uns umgibt – also auch die Stadt mit ihren zahlreichen Angeboten“, so Jancker. Der eigentliche Unterricht finde „so, wie man’s kennt“, in der Schule statt. Das pädagogische Konzept folge der Jenaplan-Pädagogik mit altersgemischten Gruppen und fächerverbindendem Projektunterricht, die es seit fast 100 Jahren gibt. Die neue Schule stehe natürlich nicht nur Kindern aus der NUS offen, sondern auch allen anderen Fünftklässlern.

„Wir freuen uns sehr über die Genehmigung der Oberschule“, kommentiert Julia Pörschke, Leiterin der Natur- und Umweltschule, die Genehmigung der FUD. Das biete den Kindern, die die NUS verlassen, eine Perspektive. Sie könnten dann nach einem ähnlichen Konzept weiter lernen.

64 Grundschüler besuchen die Natur- und Umweltschule im Moment. Unterrichtet werden sie von vier Lehrern und sieben Pädagogen, die die Lernzeiten am Vormittag begleiten und die Kinder nachmittags im Hort betreuen. Die Schule, deren Träger der Verein Sozialpädagogischer Projekte ist, hatte es in der Vergangenheit nicht leicht: Gegründet im August 2011, ist die NUS immer nur für ein Jahr und unter Auflagen von der Bildungsagentur genehmigt worden. Sie betrafen das pädagogische Konzept, aber auch die Ausstattung wie die Lernplätze im Wald. Im Moment läuft ein Klageverfahren am Oberverwaltungsgericht Bautzen. Die NUS darf den Unterricht bis zur Entscheidung fortsetzen. Das vergangene Schuljahr sei vergleichsweise ruhig verlaufen, berichtet Julia Pörschke. „Wir haben unser Konzept verfeinert, die Abläufe professionalisiert und auch viel reflektiert.“ Die Kinder der NUS haben einen Waldtag pro Woche, gehen auch in den Pausen und nachmittags in die nahe gelegene Heide, und es gibt eine Waldwoche pro Quartal. Im vergangenen Schuljahr haben Julia Pörschke zufolge alle drei Viertklässler, die auf ein staatliches Gymnasium gehen wollten, die Schulfremdenprüfung gemeistert. Die anderen 12 Kinder, die an freie Schulen gewechselt sind, brauchten das nicht. „Unseren Schülern wird immer wieder bescheinigt, dass sie sehr wissbegierig und auch selbstständig sind“, sagt die Pädagogin.

Von Katrin Richter

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