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"Bienenstadt Dresden": Insekten „besiedeln“ den Kulturpalast

"Bienenstadt Dresden": Insekten „besiedeln“ den Kulturpalast

Am Kulturpalast leben seit heute Bienen. Noch stehen die beiden Holzkisten, Beuten genannt, auf einem Baucontainer an der Wilsdruffer Straße. In Zukunft sollen sie ihren Platz auf dem Kulti-Balkon im 1. Stock finden.

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Susanne Handrick und Tobias Sydow werden sich um die beiden Bienenvölker am Kulturpalast kümmern.

Quelle: Tanja Tröger

Dort wird dann ein Teil des Freisitzbereichs abgetrennt. Die Stesad und das Bauplanungsunternehmen Drees & Sommer haben die beiden Völker in Kooperation mit dem Imkerverein Dresden aufgestellt.

Betreut werden die rund 60.000 gelb-schwarzen Tierchen von Susanne Handrick und Tobias Sydow. Während die 25-Jährige schon Erfahrung im Umgang mit den kleinen Honiglieferanten hat, weil ihr Vater mehrere Völker besitzt, sagt Tobias lachend über sich: „Ich bin der Neuimker.“ Zwei Anfängerkurse hat der 26-jährige Chemielaborant besucht, nun fehlt noch der praktische Teil. Die beiden werden regelmäßig nach den Bienen sehen, natürlich den Honig entnehmen, eventuellen Milbenbefall bekämpfen und aufpassen, dass sich das Volk nicht aus dem Staub macht. Im Winter werden die Bienen mit dickflüssigem Zucker gefüttert, „und dann wir stricken denen noch Schals“, ergänzt Susanne lachend die Aufgabenliste.

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Die Dresden Information verkauft jetzt "Echten Dresdner Bienenhonig".

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Ansiedlungsprogramm „Biene sucht Blüte“

Der prominente Standort kam durch das Projekt „Biene sucht Blüte“ des Dresdner Imkerverbandes zustande. Die Bienenfans suchen Innenstadt-Standorte für die kleinen Honigproduzenten, weil diese mittlerweile in Städten bessere Lebensbedingungen vorfinden als im ländlichen Raum. „In der Stadt ist immer Tracht vorhanden, da blüht immer etwas, im Gegensatz zum Land mit seinen Monokulturen“, sagt Tino Lorz vom Imkerverein. Um die Futterversorgung der Insekten müsse man sich selbst bei einem „Beton-Standplatz“ wie am „Kulti“ nicht sorgen. „Die Bienen fliegen bis zu zwei Kilometer weit, kommen also bis zu den Elbwiesen und in den Großen Garten, und selbst hier in der Wilsdruffer Straße stehen ja zahlreiche Bäume“, so der Experte.

Am Hygienemuseum stehen bereits zwei Bienenvölker, eines bei der Stesad, weitere sollen auf dem Messegelände und am Haus der Presse angesiedelt werden.

Bienenbibliothek, Dresdner Honig, Schleuderraum - Dresden ist „Bienenstadt“

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Die Dresden Information vermarktet "Echten Dresdner Bienenhonig" als besonderes Mitbringsel.

Quelle: Tanja Tröger

Zudem rühmt sich Dresden nun auch, „Bienenstadt“ zu sein. Der Imkerverband Dresden hat das Projekt gemeinsam mit den Städtischen Bibliotheken, der Dresden Information und der Stesad ins Leben gerufen. In den Kulturpalast soll nach Sanierungsende eine „Bienenbibliothek“ einziehen – damit wäre Dresden die erste deutsche Stadt mit einer solchen Spezialbücherei.

Die Dresden Information verkauft nun „Echten Dresdner Bienenhonig“. Zunächst sind 100 Gläser mit Honig aus dem vergangenen Jahr im Angebot, produziert von den in der Neustadt angesiedelten Bienenvölkern von Tino Lorz. Schon in diesem Jahr sollen aber weitere Standorte dazukommen und dann auch auf den Etiketten vermerkt werden. Außerdem gibt es eine „bienenfreundliche Saatgutmischung“. Die ungewöhnliche Dresden-Souvenirs sollen den gelb-schwarzen Tierchen Aufmerksamkeit verschaffen.

Im Juni richtet die Stesad zudem einen sogenannten Schleuderraum in der Hechtstraße ein, in dem Mitglieder des Imkervereins unter einwandfreien hygienischen Bedingungen selbst Honig schleudern und abfüllen können. Die Nutzer zahlen nichts, zumindest im ersten Jahr, denn das Unternehmen bringt etwa 4000 Euro für Ausstattung und Miete auf, erklärt Axel Walther von der Stesad.

ttr

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