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Bibliothek Dresden-Neustadt öffnet im Dezember im neuen Domizil an der "Königsbrücker" mit RFID-Technik

Bibliothek Dresden-Neustadt öffnet im Dezember im neuen Domizil an der "Königsbrücker" mit RFID-Technik

Dezember wird die Bibliothek Neustadt in einem neuen Domizil an der Königsbrücker Straße wieder öffnen - und dann nicht nur größer, farbenfroher, kinder- und behindertenfreundlicher sein, sondern auch als erste städtische Leihbücherei die neue Ausleihe per "RFID"-Funkchip einführen.

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Die stellvertretende Bibliotheks-Leiterin Zsofia Röhr sortiert die Bücher aus den Umzugskartons in die Regale am neuen Standort ein. Die Medien sind bereits alle mit den neuen Funkchip-Etiketten beklebt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das hat Bibliotheken-Sprecherin Elke Ziegler bei einem DNN-Besuch in dem Neubau angekündigt. Die Lesefreunde werden dank der neuen Technologie ihre Bücher schneller ausleihen und rund um die Uhr zurückgeben können.

Noch sind die Bibliothekarinnen und ihre Umzugshelfer dabei, Regale aufzustellen, Bücher einzuordnen und die bunten Kinderecken zusammenzubasteln, während Bauarbeiter am Außengelände und an der Fassade schräg gegenüber der alten Post herumwerkeln. Doch schon der erste Eindruck zeigt: So charmant die alte Villa an der Bautzner Straße, in der die Neustädter Bibliothek bisher residierte, war: Für Leser wie Personal ist das Haus, das vom Investor "Treuwobau" Dresden unter der neuen Adresse "Königsbrücker Straße 26" eigens für die Bibliothek errichtet wurde, ein Quantensprung.

Auf zwei Etagen präsentiert sich die Leihbücherei nun licht und großzügig, es dominieren Gelb und Orange. Es gibt einen ebenerdigen Zugang für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen sowie einen Glaslift. Auch kann die Bibliothek nun den ganzen Tag über Lesungen und andere Veranstaltungen organisieren, da es jetzt einen eigenen Saal dafür mit Hörgeräte-Schleifen im Erdgeschoss gibt. Ein ganzer Raum im Obergeschoss und ein Amphitheater sind für die kleinsten Bibliotheksgäste reserviert. Dort gibt es Stöberkisten in Dampferform, Sitzecken und eine herunterfahrbare Leinwand für das "Bilderbuchkino". An der Außenfassade wird demnächst das neue Maskottchen der Bibliothek aufgestellt: Eine 1,50 Meter große Skulptur des Schelms Till Eulenspiegel von Künstler Carsten Bürger. Das Interieur wurde gemeinsam von der Designerin Sabine Eichler und den acht Bibliothekarinnen und zwei Azubis entworfen.

Vor allem der Umstand, dass in der denkmalgeschützten alten Villa an der Bautzner Straße kein behindertengerechter Zugang einbaubar war, hatte neben Platznöten den Ausschlag für den Umzug gegeben. "In unserem alten Haus mussten wir Rollstuhlfahrer draußen auf der Straße mit Büchern versorgen - das war beschämend", erinnert sich die Vize-Bibliotheksleiterin Zsofia Röher. Zudem könne man nun den Bestand erweitern: Umgezogen ist die Bibliothek in einem wochenlangen Akkord mit insgesamt 40 000 Büchern, CDs, Videos und anderen Medien, die in 300 Kisten transportiert wurden. Im neuen Domizil ist nun Platz für bis zu 48 000 Medien - neu hinzugekommen sind bereits Bluray-Videos. Statt 460 Quadratmeter an der "Bautzner" haben die Bibliothekarinnen nun 707 Quadratmeter verfügbar.

Die bemerkenswerteste Innovation ist aber die RFID-Ausleihe. Dafür wurden alle Medien mit Funketiketten zusätzlich zu den bekannten Strich-Codes beklebt. Die Bücher können nun in ganzen Stapeln an Leihstationen im Erdgeschoss von den Lesern selbst ausgeliehen werden. Statt minutenlanger Einscannerei durch die Tresen-Besatzung dauert diese schlagartige Ausleihe nur Sekunden. Die Personal-Arbeitszeit, die am Tresen eingespart wird, soll für mehr Service für den Leser eingesetzt werden, hat die Bibliotheken-Direktion versprochen.

Zudem können RFID-Bücher künftig auch an einer Pförtnerluke am Entrée Tag und Nacht zurückgegeben werden: Der Leser liest seinen Bibo-Ausweis ein, schiebt den Stapel ein, ein Automat transportiert die Bücher dann in den Bauch der Bibliothek.

Diese Technik wird nun im gesamten Bibliothekennetz eingeführt: Die eigens dafür angeheuerten RFID-Etikettenkleber sind inzwischen in die Bibliothek Prohlis weitergezogen, die als Nächstes diese Leihtechnik einführt. Etwa drei Jahre wird es dauern, sämtliche 750 000 Medien der Städtischen Bibliotheken umzuetikettieren, in allen 20 Standorten (inklusive der dann im Kulturpalast geschaffenen Zentralbibliothek) die RFID-Automaten in Betrieb zu nehmen, schätzt Technikchef Holger Nitzschner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2014

Heiko Weckbrodt

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