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Bewegung in Diskussion um Aufzug für Brühlsche Terrasse in Dresden

Finanzen Bewegung in Diskussion um Aufzug für Brühlsche Terrasse in Dresden

In die lange Debatte um einen behindertengerechten Zugang zur Brühlschen Terrasse in Dresden kommt Bewegung. Stadt und Land nähern sich offenbar bei Finanzierungsfragen rund um einen geplanten Aufzug im Bereich des Schlossplatzes an.

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In den Turm des Ständehauses soll ein Aufzug eingebaut werden, wer ihn bezahlt, ist noch unklar.

Quelle: Archiv/Flechtner

Dresden. In die lange Debatte um einen behindertengerechten Zugang zur Brühlschen Terrasse in Dresden kommt Bewegung. Stadt und Land nähern sich offenbar bei Finanzierungsfragen an. Die schwarz-rote Regierungskoalition auf Landesebene habe 250000 Euro zusätzlich in den Landeshaushalt eingestellt, teilten die SPD-Landtagsabgeordneten Albrecht Pallas und Harald Baumann-Hasske am Freitag mit.

In den nächsten zwei Jahren stünden damit knapp 1,5 Millionen Euro Landesmittel für dieses Projekt zur Verfügung. Beide Politiker forderten nun „eine zügige Umsetzung dieses Bauvorhabens“. Mittlerweile wird darüber seit Jahren diskutiert. Bislang scheiterte es stets an einer ausstehenden Einigung zwischen Stadt und Land über Finanzierungsfragen. Die Stadt hatte bislang einen Investitionsbeitrag von 250 000 Euro in Aussicht gestellt, aber noch nicht in den städtischen Haushalt eingestellt. Der Freistaat erwartet aber auch eine Beteiligung an den Betriebskosten, die bei 10 000 Euro pro Jahr liegen könnten.

„Das Wahrzeichen in der Altstadt ist ein Magnet für Besucherinnen und Besucher und muss deswegen auch für alle erlebbar sein“, hofft Baumann-Hasske auf einen barrierefreien Zugang zu Brühlschen Terrasse vom Schlossplatz aus. „Damit das wirklich klappt, muss die Landeshauptstadt nun nachziehen“, forderte Pallas. Der Dresdner Stadtrat sollte den städtischen Teil zur Finanzierung des Vorhabens im gerade in der Diskussion befindlichen Haushalt bereitstellen. Offene Fragen rund um den Denkmalschutz oder die Verantwortlichkeit für zukünftige Betriebskosten müssten zügig von den Verantwortlichen geklärt werden. Dann könne der nächste Schritt zur inklusiven Stadt Dresden schnellstmöglich gegangen werden.

Positive Signale kommen auch aus dem für das Bauprojekt zuständigen Immobilien-Verwalter des Freistaats SIB. Der Aufzug soll im Turmbereich des Ständehauses entstehen. „Die Planungen für dieses Vorhaben laufen und sind noch nicht abgeschlossen, das Einvernehmen der Denkmalpflege zu den aktuellen Planungen liegt vor“, erklärte SIB-Sprecherin Andrea Krieger. Zu Bauzeiten und Kosten können aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Planung noch keine Aussagen getroffen werden. „Wir sehen die barrierefreie Erschließung der Brühlschen Terrasse als gemeinsame Aufgabe der Landeshauptstadt und des Freistaats an.“ Aus diesem Grund strebe der Freistaat Sachsen weiterhin eine Finanzierungsbeteiligung der Landeshauptstadt an. Mit dem derzeitigen Planungsstand seien die Gespräche mit Dresden wieder aufgenommen worden und liefen derzeit. „Das Ergebnis der Gespräche bleibt erst einmal abzuwarten“, erklärte Krieger.

Die Stadt zeigte sich zuversichtlich. Stadtsprecher Kai Schulz: „Dresden hat ein großes Interesse daran, dass die Brühlsche Terrasse für Dresdner und Touristen barrierefrei zugänglich ist. Die Gespräche mit dem Freistaat befinden sich auf gutem Weg.“ Zu Finanzierungsdetails äußerte er sich nicht.

Von Ingolf Pleil

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