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Bewährungsstrafe für dreiste Autodiebe

Polnische Bande Bewährungsstrafe für dreiste Autodiebe

Vielleicht sollte Stephan B. mal die Automarke wechseln. Mit seinen Fords S-Max hatte der Mann bisher Pech. 2015 verschwand das erste Auto auf Nimmerwiedersehen. Ein Jahr später wurde auch sein zweiter Ford geklaut. dieses Mal wurden die Täter geschnappt und standen nun vor Gericht.


Quelle: dpa

Dresden. Vielleicht sollte Stephan B. mal die Automarke wechseln. Mit seinen Fords S-Max hatte der Mann bisher Pech. 2015 verschwand das erste Auto auf Nimmerwiedersehen. Ein Jahr später wurde auch sein zweiter Ford geklaut – Zeitwert circa 18 500 Euro. Allerdings hatte er diesmal etwas mehr Glück, der Wagen wurde kurz nach dem Diebstahl von der Polizei entdeckt und er bekam ihn, wenn auch etwas lädiert, wieder zurück. Den Beamten war in der Nacht vom 20. zum 21. April dieses Jahres auf der Friedensstraße ein sehr langsam fahrender Ford aufgefallen, als sie in kontrollieren wollten gab der Fahrer Gas und haute ab. David M. konnte aber wenig später festgenommen werden. Um die Ecke stand ein Auto mit polnischen Kennzeichen, darin warteten die Komplizen Marta C. und Jaroslaw C. Auch sie wanderten in U-Haft. Wegen schweren Bandendiebstahls standen sie gestern vor dem Amtsgericht.

Das Pärchen gehörte, genau wie David M., gegen den gesondert ermittelt wird, zu einer polnischen Bande, die in wechselnder Besetzung auf Bestellung in Deutschland Autos klaut, bevorzugt Ford und Mazda, und sie dann zum Ausschlachten über verschiedene Grenzübergänge nach Polen bringt. Die Vorgehensweise ist immer ähnlich: Die Wagen werden zuvor ausgespäht, die „Autoknacker“ dann von anderen Bandenmitgliedern zum „Objekt der Begierde“ gebracht, Kuriere fahren den Wagen zur Grenze und werden von anderen Autos begleitet und gesichert. Das angeklagte Pärchen gehörte zur „Begleitkolonne“.

Bei der Polizeivernehmung hatte jeder eine andere, wenn auch dumme Geschichte erzählt. Gestern, so kündigten sie an, wollten sie reinen Tisch machen aber es blieb bei der Märchenstunde. Sie hätten gar nicht gewusst, dass ein Auto gestohlen werden sollte, dass hätten sie erst auf der Fahrt erfahren, sonst wären sie doch gar nicht mitgefahren. Und sie hätten David M., der ja überhaupt an allem Schuld sei, ja nur nach Dresden gebracht und im Auto auf ihn gewartet. Dabei seien sie dann völlig erschöpft eingeschlafen.„Wenn ich gewusst hätte, dass das strafbar ist, hätten wir ihn nicht begleitet“, sagte Jaroslaw C. Ach nee! Seine Fingerabdrücke wurden bei einem Einbruch in ein Autohaus in Bayern gefunden und die Auswertung der Handydaten ergab, das er und auch seine Freundin bei einigen anderen Autodiebstählen ganz „zufällig“ in der Nähe waren.

Marta C. wurde zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren, Jaroslaw C. zu einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Von Monika Löffler

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