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Betrüger hat zwei Prozesse an einem Tag

Dubiose Autogeschäfte Betrüger hat zwei Prozesse an einem Tag

Verkäufer hatte Elhamanazi B. als Beruf angegeben, er jobt in der Autobranche. Gestern musste er sich frei nehmen, der 46-Jährige hatte einen vollen Tag am Gericht zu absolvieren. Termin Nummer 1 begann 10 Uhr am Amtsgericht.

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Quelle: dpa

Dresden. Verkäufer hatte Elhamanazi B. als Beruf angegeben, er jobt in der Autobranche. Gestern musste er sich frei nehmen, der 46-Jährige hatte einen vollen Tag am Gericht zu absolvieren. Termin Nummer 1 begann 10 Uhr am Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mazedonier Betrug vor. Er soll gemeinsam mit seinem Mitangeklagten, dem Afghanen Mohammed A. und weiteren Mittätern, einen Autohandel der besonderen Art aufgezogen haben. Sie mieteten in der Autogalerie auf der Meißner Landstraße mit falschen Namen, falschen Dokumenten und einem gefälschten Führerschein einem BMW, den sie nach 14 Tagen wieder abgeben sollten. Der Wagen hatte einen Wert von rund 55 000 Euro.

Allerdings brachten sie das Auto nicht zurück, sondern, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, wollten es in Osteuropa verkaufen. Sie fuhren über Tschechien nach Ungarn und wollten über die Grenze in die Ukraine. Dort war aber Schluss mit der Reise. Den Zöllnern war die Sache spanisch vorgekommen. Zudem fiel ihnen auf, dass die Vollmacht zur Verbringung des Autos ins Ausland gefälscht war.

Beide Angeklagte wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Es war aber wohl nicht das erste Mal, dass sie Autos ins Ausland verschwinden ließen. Beide waren schon vor der Tat ins Visier der Ermittler geraten und ihre Telefon wurden überwacht. Da die dazugehörigen Protokolle aber nicht vollständig vorlagen, wurde der Prozess ausgesetzt, um allen Prozessbeteiligten die Möglichkeit zu geben, sich einzulesen. Am 8. März beginnt die Verhandlung erneut.

So hatten Elhamanazi B. und seine Verteidigerin Dr. Ines Kilian Zeit für eine kurze Pause. 14.30 Uhr stand der nächste Termin an, diesmal am Landgericht. Auch hier ging es wieder um Betrug und wieder um Autos. Im April vergangenen Jahres war der 46-Jährige vom Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt worden und hatte Berufung eingelegt. Auch da ging es um sehr dubiose und nebulöse Autogeschäfte. Der Angeklagte soll einen Autobesitzer, der seinen Wagen verkaufen wollte, um 8000 Euro geprellt haben. Elhamanazi B. war erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Es war damals eine schwierige Verhandlung. Auch gestern war es kompliziert zu klären, wer denn nun eigentlich wen beschummelt hatte. Urteil folgt.

Monikas Löffler

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