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Beton statt Buden zur Bunten Republik

Stellflächen endgültig reduziert Beton statt Buden zur Bunten Republik

Die Stadt war stolz, als die Sanierung der Alaunstraße vor knapp fünf Jahren erledigt war. Endlich schienen alle Wünsche erfüllt, die Straße breit genug für große Fahrzeuge, dennoch aber insgesamt schmaler. Nach zähem Ringen gab es nun weniger Parkplätze und dazwischen nagelneue Fahrradabstellplätze mit mobilen Bügeln.

Auf der Alaunstraße gegenüber der Einmündung der Jordanstraße schließt Ginte ihr Fahrrad an einem einbetonierten Bügel an.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die Stadt war stolz, als die Sanierung der Alaunstraße vor knapp fünf Jahren erledigt war. Endlich schienen alle Wünsche erfüllt, die Straße breit genug für große Fahrzeuge, dennoch aber insgesamt schmaler. Nach zähem Ringen gab es nun weniger Parkplätze und dazwischen nagelneue Fahrradabstellplätze mit mobilen Bügeln. Doch das Konzept ging nicht auf. Noch immer werden Autos auch da abgestellt, wo sie eigentlich gar nicht stehen dürften: auf dem Abschnitt zwischen Timaeusstraße und Jordanstraße auch am westlichen Straßenrand und immer zur Hälfte auf dem Fußweg. Knöllchen halfen nicht.

Nun ging es auch den Fahrradbügeln an den Kragen. Besser: An die Muttern. Bislang konnten die Bügel zum Beispiel demontiert werden, wenn mehr Stellplätze für Stände bei der Bunten Republik Neustadt (BRN) gebraucht wurden. Das ist nun Geschichte. Denn die Stadt baute die mobilen Bügel zu stationären um. Fest montierte Fahrradbügel befinden sich jetzt zum Beispiel gleich an der Kreuzung mit der Louisenstraße und gegenüber der Mündung der Jordanstraße. Nutzungsüberlagerungen waren dort, wenigstens zur BRN, im neuen Sicherheitskonzept der Stadt für das Fest im Juni ohnehin nicht mehr vorgesehen. Nun wurden Fakten geschaffen – mit Beton. Die Stadt begründet das mit Schäden an den Fahrradbügeln durch den wiederholten Ein- und Ausbau, Vandalismus usw. Hinweise aus der Bevölkerung und die Kosten für die Reparaturen waren nun Anlass, die Bügel fest zu installieren.

Aus Sicht von Michael Leudolph, Chef in der Jim Bems Bar an der Ecke Jordanstraße/Alaunstraße, ist das nicht die ganze Wahrheit. „Für mich ist das die Verhinderung der Bunten Republik“, sagt er unverblümt. Mit den einbetonierten Bügeln habe die Stadt auf früheren BRN-Stellflächen einfach Fakten geschaffen – gegen das Fest im Juni. In der Stadtverwaltung macht man keinen Hehl daraus, dass die Nutzungsansprüche nun angepasst werden müssen.

Von cs

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