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Besucher erkunden Dresdens Begräbniskultur am Tag des Friedhofs

Besucher erkunden Dresdens Begräbniskultur am Tag des Friedhofs

Zum Tag des Friedhofs am Sonntag haben sich zahlreiche Dresdner ein Bild von der reichen Begräbniskultur in der Landeshauptstadt gemacht. Auf 17 der insgesamt 58 Friedhöfe – darunter waren zwei städtische und 15 kirchliche – hatten die Mitarbeiter Veranstaltungen vorbereitet.

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Auf dem sonst verschlossenen Eliasfriedhof bot der Förderverein Führungen an. 17 Friedhöfe nahmen am Tag des offenen Friedhofes teil.

Quelle: Dominik Brüggemann

Auf großes Interesse stießen Führungen: auf dem Heidefriedhof etwa zu Ruhestätten bedeutender Persönlichkeiten oder auf dem Johannisfriedhof und im Urnenhain zu besonderen Grabmalgesteinen. Mehrere Dutzend Interessierte hatten sich dazu eingefunden.

Andere sahen sich Ausstellungen an, lauschten auf dem Äußeren Plauenschen Friedhof oder dem in Dölzschen kleinen Konzerten oder folgten Vorträgen, beispielsweise zur Begräbniskultur. Der Tag stand unter dem Motto „Kein Ort wie jeder andere“. Insgesamt etwa 90 Zuschauer, einige mit ihren Kindern, verfolgten die liebenswürdige, sogar humorvolle Geschichte aus „Die besten Beerdigungen der Welt“, einem Kinderbuch von Ulf Nilsson und Eva Eriksson. Das „Literaturtheater“ – bestehend aus Schauspieler Markward Herbert Fischer und zwei Instrumentalisten – hatten es zu einer szenischen Lesung mit Musik gestaltet.

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Beim Tag des offenen Friedhofs konnten Besucher auch über den sonst verschlossenen Eliasfriedhof spazieren und an einer Führung teilnehmen.

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Etliche Besucher betrachteten von einer 25 Meter hohen Hebebühne den Friedhof und die Umgebung von oben. Andere beteiligten sich an einem Quiz zu den Ruhestätten berühmter Personen oder ließen sich über Grabarten, Gestaltung und Gebühren beraten. Auf kirchlichen Friedhöfen wie dem Johannisfriedhof müssen mindestens die Namen der Toten auf dem Stein verzeichnet sein. Anonyme Urnenbestattungen sind nur auf städtischen Friedhöfen wie dem benachbarten Urnenhain Tolkewitz möglich. Dort (und nicht auf dem Johannisfriedhof) befindet sich auch das Urnenfeld ohne Grabstein, das die DNN am 11. September in einem kleinen Foto zeigten.

Erstmals hatten Verwaltungen städtischer und kirchlicher Friedhöfe den Tag gemeinsam vorbereitet und ihre Programme abgestimmt. Sie wollten verdeutlichen, dass ein Friedhof nicht nur Begräbnisplatz, sondern auch Ort der Ruhe, ein Spiegelbild von Geschichte und ein Stück städtischer Kultur ist. Alle 58 Friedhöfe zusammen nehmen über 172 Hektar Fläche ein. Nur vier davon sind kommunale Friedhöfe, einer (der Garnisonsfriedhof) staatlich. Zwei sind katholische, zwei jüdische, 49 evangelisch-lutherische. Auf dem städtischen Heidefriedhof existiert zudem eine Begräbnisstätte für Muslime.

Thomas Gärtner

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