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Berliner Verein vergleicht Neumarkt-Pläne mit IS-Terror

Drastische Bezüge Berliner Verein vergleicht Neumarkt-Pläne mit IS-Terror

Um die Rekonstruktion von Fassaden am Neumarkt ist eine heftige Debatte entbrannt. Ein Berliner Verein gießt neues Öl ins Feuer und stellt Bezüge zur Sprengung von Kulturgütern durch IS-Terroristen her. Wo das Narrenhäusl früher stand, ist dem Verein indes nicht geläufig.

Das Narrenhäusel soll in der Nähe des Neustädter Marktes errichtet werden.
 

Quelle: Archiv

Dresden. Der Verein „Stadtbild Deutschland“ hat in der Diskussion um Fassaden am Dresdner Neumarkt Bezüge zur Zerstörung von Kulturgütern durch IS-Terroristen hergestellt. In einer Mitteilung von Vereinssprecher Manuel Reiprich zur aktuellen Bausituation am Neumarkt heißt es wörtlich: „Wenn jetzt Bürger Dresdens, unterstützt von Bürgern aus ganz Deutschland und weltweit, sich um die Wiederherstellung von Teilen dieses Kulturgutes kümmern, ist dies ein weiteres Zeichen von Frieden und Versöhnung. Dass Kulturgüter auch heute permanent in Gefahr sind und geschützt und wiederhergestellt werden müssen, zeigten uns die Bilder von Sprengungen durch die IS-Terroristen in Palmyra oder Nimrod.“

Reiprich führt in einem Atemzug das Chiapponische Haus, das Narrenhäusel und das Palais Riesch auf, die ein „Teil unseres Erbes“ seien und deren Wiederherstellung ein Zeichen für Frieden und gegen Extremismus sei. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin, da verlegt man das Narrenhäusel schnell mal vom Fuß der Augustusbrücke an den Neumarkt. Es sei traurig, dass die Stadtverwaltung es nicht als ihre ureigenste Aufgabe sehe, dieses kulturelle Erbe wiederherzustellen. Es werde richtig beschämend, wenn die Verwaltung – wie jetzt beim Chiapponischen Haus – alles dafür tue, um weitere Erfolge auf diesem Weg zu verhindern.

Heftige Kritik übte der Verein „Stadtbild Deutschland“ auch am KIB-Projekt „Moritz Haus am Neumarkt“ in der Galeriestraße. „Nur eckige Formen, übrigens auch entgegen der verbindlichen Neumarktgestaltungssatzung: Erneuter Verstoß gegen demokratische Spielregeln!“, so Reiprich.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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