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Beispielhafte Sozialarbeit für Flüchtlinge: Caritasverband stellt siebenten Mitarbeiter ein

Beispielhafte Sozialarbeit für Flüchtlinge: Caritasverband stellt siebenten Mitarbeiter ein

"Die Zusammenarbeit in der Flüchtlingssozialarbeit in Dresden ist beispielhaft. Da muss ich der Landeshauptstadt ein ganz großes Lob aussprechen", sagt Heike Riedel, Geschäftsführerin des Caritasverbands für Dresden.

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Heike Riedel, Geschäftsführerin des Caritasverbands Dresden. Foto:

Quelle: D. Flechtner

Der Sozialverband der Katholischen Kirche ist einer von sieben Trägern der Flüchtlingssozialarbeit in der Stadt und hat gerade erst den siebenten Sozialarbeiter für diese Aufgabe eingestellt. "Die Stadt hat frühzeitig alle Akteure, das Sozialamt, das Jugendamt und die Ortsämter an einen Tisch geholt. Dadurch funktioniert die durchaus schwierige Arbeit so gut", findet Riedel.

Im Dezember 2014 hatte die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit den damals gültigen Betreuungsschlüssel von einem Sozialarbeiter für 200 Asylbewerber auf 1:100 verringert. Die sieben Sozialarbeiter der Caritas betreuen gemeinsam mit ihren Kollegen von der Arbeiterwohlfahrt Flüchtlinge in Prohlis und Leuben. "Zur Zeit sind wir für rund 500 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und auch Tunesien zuständig", so die Geschäftsführerin. "Die Zahlen werden weiter steigen."

Der Kontakt zwischen Flüchtling und Sozialarbeiter wird bei der Ankunft in Dresden geknüpft. Die Busse aus den Erstaufnahmeeinrichtungen fahren bis zum Sozialamt in der Junghansstraße. Dort erhalten die Asylbewerber ihre erste finanzielle Leistung und werden dann auf die Unterkünfte verteilt. "Unsere Sozialarbeiter fahren im Bus mit zu den Quartieren, erklären den Flüchtlingen die Dinge der Haushaltsführung."

Danach seien die Sozialarbeiter vor allem für das Ausfüllen von Anträgen, für Arztbesuche oder die Suche nach einem Kitaplatz zuständig. Für die Gestaltung des Alltags der Asylbewerber arbeitet der Caritasverband mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen. "Die Ehrenamtlichen werden von den Sozialarbeitern betreut und leisten eine großartige Arbeit", findet Riedel. Über 50 Personen von Studenten bis hin zu Seniorinnen hätten sich bei der Caritas gemeldet und würden die deutsche Sprache vermitteln, Ausflüge gestalten oder einfach nur beim Einkaufen helfen. Besonders über junge Menschen als Asylpaten freut sie sich, da viele Asylbewerber jung seien und so Kontakte in ihrer Altersgruppe anbahnen könnten. "Das erleichtert die Integration."

Während die Flüchtlingssozialarbeit von der Stadt finanziert wird, erhalten die Ehrenamtlichen keine öffentlichen Mittel. "Wir freuen uns deshalb über Spenden, die es uns ermöglichen, mal Lebensmittel für ein Grillfest zu kaufen oder eine Straßenbahnfahrt zu erstatten", sagt die Geschäftsführerin.

Wer sich als ehrenamtlicher Betreuer melden will, kann dies unter der E-Mail-Adresse asyl@caritas-dresden.de tun. Spenden für die Flüchtlingssozialarbeit sind möglich unter IBAN: DE86850503000225732882 BIC: OSDDDE81XXX bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Stichwort: Flüchtlingshilfe

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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