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Beim Dresdner Wolfgang Müller klappert stets eine Mühle

Geschichtsforscher präsentiert neues Buch Beim Dresdner Wolfgang Müller klappert stets eine Mühle

Kein Zweifel, die Sachsen haben eine hohe Affinität zu ihren Mühlen. Zum Deutschen Mühlentag, traditionell der Pfingstmontag, erwarten wieder mehr als 120 sächsische Mühlen einen Ansturm der Besucher. Der Dresdner Wolfgang Müller – Nomen ist eben doch Omen – gibt mit seinem neuesten Buch „Mühlenromantik in Sachsen“ für 170 Mahlwerke Anregungen zu deren Besuch.

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Der Autor und sein Werk.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dresden. Kein Zweifel, die Sachsen haben eine hohe Affinität zu ihren Mühlen. Mit dem vertrauten Volkslied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ wachsen sie aus dem Kindesalter heraus. Zum Deutschen Mühlentag, traditionell der Pfingstmontag, erwarten wieder mehr als 120 sächsische Mühlen einen Ansturm der Besucher. Der Dresdner Wolfgang Müller – Nomen ist eben doch Omen – gibt mit seinem neuesten Buch „Mühlenromantik in Sachsen“, das in Kürze im Buchhandel erscheint, für 170 Mahlwerke Anregungen zu deren Besuch. Mitautor des Buches ist der Vermessungsingenieur Wolfgang Ochsler.

Der gelernte Schlosser, später als Flugzeugbauer in Klotzsche und zuletzt als Mitarbeiter Denkmalschutz/Denkmalpflege im Landkreis Meißen tätige Müller hat sich schon als junger Mann der Erforschung speziell der Dresdner Mühlen zugewandt. Hierzu angeregt wurde er durch Fritz Löfflers „Das alte Dresden“. Bald konzentrierte er sich auf die Geschichte des Löbtauer Weißeritzmühlgrabens. Mit den Ergebnissen seiner Recherchen tritt Müller als Mitglied des Vereins „Dresdner Geschichtsmarkt e.V.“ regelmäßig öffentlich auf.

Seit Jahrzehnten forscht er aber auch zur Geschichte der Mühlen in ganz Sachsen. „Ich schloss mich einer Gruppe ebenfalls am Thema interessierter Hobbyforscher an, die vom 1997 verstorbenen TU-Professor Rudolf Forberger, einem Spezialisten auf dem Gebiet der Erhaltung und Betreuung technischer Denkmale, geleitet wurde. Wir bildeten ein Mühlenaktiv innerhalb des Kulturbundes. Als sich nach der Wende die Möglichkeit hierzu erstmals bot, gründete ich mit Gleichgesinnten aus ganz Sachsen den Sächsischen Mühlenverein e.V. und war jahrelang Vereinsvorsitzender“, erläutert er sein Engagement. „Es gibt in Sachsen rund 200 Mühlen, aber einige Besitzer sind nicht bereit, mit ihrer Mühle öffentlich bekannt zu werden“, begründet der Autor, weshalb er nicht alle sächsischen Mühlen vorstellen kann.

Als Buchautor trat Müller 2005 mit den „Erinnerungen an Alt-Dresden – Der Weißeritzmühlgraben“ erstmals auf. Weitere Veröffentlichungen zur Dresdner Stadtgeschichte folgten. In seiner „Mühlenromantik in Sachsen“ stellt der jetzt 68-jährige Hobbyforscher die tatsächlich als Mühlen konkret erkennbaren ehemaligen Öl- und Sägemühlen, Pulver-, Walk- und Hammermühlen, Poch-, Stampf und Pumpwerke mit kurz gehaltenem Text und mit Bild vor. Sie sind nach Städten und Landkreisen ihres Standortes geordnet. Es gibt Aussagen sowohl zur Geschichte jeder Mühle wie auch zum gegenwärtigen Zustand sowie zur Einsatzfähigkeit der vorhandenen Mühlentechnik. In der Landeshauptstadt werden immerhin sechs Mühlen vorgestellt. Die genauen Anschriften samt Namen der Ansprechpartner und die Angabe der genauen GPS-Koordinaten der Mühlenstandorte erleichtern das Herstellen von Kontakten und das Auffinden der interessierenden Objekte. Ein kleines Mühlenlexikon erklärt abschließend die mühlentechnischen Begriffe.

Die „Mühlenromantik in Sachsen“ soll nicht des Buchautors letztes Wort gewesen sein. Er habe noch Zukunftspläne, versichert er. Dazu gehört die Vorbereitung einer Publikation zur Geschichte des Pulvermühlenparkes bzw. der Dresdner Pulvermühle, einst eine der größten ihrer Art im gesamten Heiligen Reich Deutscher Nation.

Service: Wolfgang Müller/Wolfgang Ochsler; Mühlenromantik in Sachsen; Herausgeber: Sächsische Mühlenverein (SMV) e. V; Edition Leipzig in der Seemann Henschel GmbH & CO. KG, Leipzig; ISBN 978-3-361-00702-4; Preis: 14,95 Euro

Von Peter Weckbrodt

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