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Bei den Dresdner Kitas klafft ein Millionenloch

7,2 Millionen Euro Bei den Dresdner Kitas klafft ein Millionenloch

Die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten kostet in diesem Jahr 7,2 Millionen Euro mehr als im städtischen Haushalt geplant. Diese Zahl nannte jetzt Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) auf Anfrage der DNN.

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Laut Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann kostet die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten in diesem Jahr 7,2 Millionen Euro mehr als im städtischen Haushalt geplant.

Quelle: DNN

Dresden. Die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten kostet in diesem Jahr 7,2 Millionen Euro mehr als im städtischen Haushalt geplant. Diese Zahl nannte jetzt Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) auf Anfrage der DNN.

Vier Millionen Euro davon sind gestiegene Personalkosten, die durch den Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher zustande gekommen sind.

Ein Loch von 1,9 Millionen Euro entsteht durch ausbleibende Landeszuschüsse, so die Sozialbürgermeisterin. "Wir hatten im Haushalt mit einem anderen Betreuungsschlüssel kalkuliert", erklärte sie. Die übrigen 1,3 Millionen Euro erklärte sie mit gestiegenen Betriebskosten sowie Mehraufwendungen für die Altersteilzeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Für das Jahr 2016 rechnet Kaufmann mit einem Mehrbedarf von 16,6 Millionen Euro beim Eigenbetrieb Kindertagesstätten und den freien Trägern. "Dieses Geld ist noch nicht im Haushalt eingeplant. Die Zahlen sind belegbar", stellte sie nüchtern fest. Die Zahl der zu betreuenden Kinder steige werde, entsprechend würden auch die laufenden Kosten und damit der Zuschussbedarf steigen.

Zu den Mehrkosten für den laufenden Betrieb der Kindertagesstätten gesellen sich laut der Sozialbürgermeisterin noch nicht gedeckte Investitionskosten in Höhe von rund 58 Millionen Euro in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt. Allein in den nächsten beiden Jahren müsste die Landeshauptstadt 18,7 Millionen Euro in die Sanierung und den Neubau von Kindertagesstätten investieren.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hatte im August eine teilweise Haushaltssperre verhängt und diesen Schritt auch mit den Kostensteigerungen im Bereich Kindertagesstätten begründet. Kaufmanns Amtsvorgänger Martin Seidel (parteilos) hatte mehrfach davor gewarnt, dass die Stadt ab 2017 den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht mehr erfüllen könne, wenn kein zusätzliches Geld fließe. Derartige Mahnungen kommen Kaufmann nicht über die Lippen. "Das ist eine Pflichtaufgabe. Punkt", erklärte sie.

Thomas Baumann-Hartwig

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