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Bei Anruf Facharzt-Termin: Service-Stelle soll Patienten helfen

Bei Anruf Facharzt-Termin: Service-Stelle soll Patienten helfen

Lange Wartezeiten auf notwendige Arzttermine sollen verkürzt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen bringt dazu eine Terminservicestelle auf den Weg.

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Quelle: dpa

An diese Stelle sollen sich Patienten künftig wenden können, wenn sie nach den eigenen Bemühungen keinen zeitnahen Arzttermin erhalten, wie KVS-Sprecher Ingo Mohn in Dresden sagte. Das Projekt sei derzeit noch in der Planungsphase, soll aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Einen Termin beim Wunsch-Arzt könne diese Terminservicestelle aber nicht garantieren, sagte Mohn.

Möglicherweise müssten für einen notwendigen Termin auch andere Ärzte in einem weiteren Umkreis einbezogen werden. Mit der Einrichtung dieser Terminvergabestelle reagiert die KV Sachsen auf das Vorhaben der Bundesregierung, die Wartezeiten auf einen Facharzttermin für Kassenpatienten gesetzlich zu regeln. Die Wartezeit soll eine Vier-Wochen-Frist nicht mehr überschreiten dürfen. Geplant ist, dass über die Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen binnen einer Woche Behandlungstermine genannt werden können.

Die Ärzteschaft lehnt diese gesetzliche Regelung ab. Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery sprach sich zudem für Sanktionen aus, wenn Patienten selbst ihre Termine nicht wahrnehmen, pro Quartal sollen es bundesweit mehr als 6,5 Millionen „geplatzter“ Termine sein. Notfalls müssten die Kassen belangt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen sieht sich zwar vorbereitet, wenn die gesetzliche Regelung zur Terminvergabe beschlossen wird, steht dieser jedoch sehr kritisch gegenüber, und hält ihr vor einem Jahr eingerichtetes Patiententelefon für vollkommen ausreichend. Bis Ende 2013 seien in sechs Monaten fast 1000 Anrufe mit verschiedenen Anliegen eingegangen, sagte Sprecher Veit Malolepsy. „Das Angebot wird sehr gut angenommen.“ Auch Terminfragen würden bereits jetzt geklärt, in Rücksprache mit den Ärzten, und die Probleme dann von Fall zu Fall bearbeitet.

Die Ersatzkassen begrüßen die Absicht der Regierungskoalition, die Terminvergabe zu verbessern. Forderungen nach mehr Geld für Terminvergaben seien dagegen nicht akzeptabel, sagte Silke Heinke, Leiterin der Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen (vdek). „Es ist eine Frage des Praxismanagements, Termine ohne lange Wartezeiten zu vergeben und zu koordinieren.“ Ein Physiotherapeut bekomme für seine Terminkoordination ja auch nicht mehr Geld, sagte sie.

Die Barmer GEK in Sachsen bietet nach eigenen Angaben bereits seit 2011 einen Arzt-Terminservice an, sieht aber auch die Praxisorganisation zuerst in der Pflicht. Es gebe viele für die Arztpraxis entlastende Möglichkeiten einer besseren Planung, beispielsweise Online-Terminvergaben, hieß es.

Die AOK Plus in Sachsen setzt künftig auf die Terminvergabestelle der Kassenärztlichen Vereinigung. Dies sei bereits in den Honorarverhandlungen berücksichtigt worden, sagte eine Sprecherin.

Romy Richter

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