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Bei Anruf Abflug: Der Dresdner Georg Voigtländer jettet für seine Firma um den Erdball

Bei Anruf Abflug: Der Dresdner Georg Voigtländer jettet für seine Firma um den Erdball

China, Malaysia, Israel, USA, Argentinien, Brasilien - die Dienstwege des Automatisierungstechnikers Georg Voigtländer lesen sich wie der Auszug aus einem bunten Reisekatalog.

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Der Automatisierungstechniker Georg Voigtländer ist für seine Firma weltweit unterwegs. "Ich brauche eine Viertelstunde, um reisefertig zu sein", sagt der 32-jährige Dresdner.

Quelle: Andor Schlegel

Seit drei Jahren reist der Dresdner um den Erdball, um im Auftrag seiner Firma Maschinen zum Laufen zu bringen. "Die meisten Leute haben eine komische Vorstellung von dem, was ich mache und denken, das ist jedes Mal Urlaub", erzählt der 32-Jährige. Ein Irrtum: "Wenn man viel Glück hat, fällt ein freier Tag ab, aber ansonsten ist es viel, viel Arbeit."

Georg Voigtländer arbeitet für ein Dresdner Unternehmen, das seine Maschinen weltweit installiert. Wenn mal was nicht funktioniert, müssen die Angestellten schnell reagieren. Von einem Tag auf den nächsten heißt es dann zum Beispiel, ab für drei Wochen nach Brasilien."Ich brauche eine Viertelstunde, um reisefertig zu sein", sagt Georg Voigtländer. Sein Koffer steht immer bereit, genauso wie seine Reisewaschtasche mit den notwendigsten Utensilien. Trotzdem bedeute jeder Dienstaufenthalt im Ausland organisatorischen Aufwand. "Du musst jemanden finden, der sich um die Blumen kümmert, die Zeitung abbestellen, den Zahnarzttermin verlegen", nennt der Mann einige Beispiele.

Auch auf das Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den FC St. Pauli im April musste der ausgesprochene Dynamo-Fan und Jahreskarteninhaber kurzfristig verzichten. "Ich habe das Spiel im Hotel in Buenos Aires im Internet beim Frühstück verfolgt und am Ticker mitgefiebert", erinnert sich Georg Voigtländer. Als Single kommt er mit seinem unsteten Berufsleben gut zurecht. "Solange ich familiär ungebunden bin, ist das kein Problem. Nur bei den Blumen muss ich öfter mal was nachkaufen", meint er augenzwinkernd.

Heimweh hatte der Techniker bisher auch nie, nach der Arbeit sei man dafür einfach zu müde. "Da kommt man ins Hotel und fällt einfach nur um." Schließlich hänge an solchen Dienstreisen viel Geld dran, da gelte es ranzuklotzen. Aber dennoch nehme man bei jedem Auslandsaufenthalt etwas mit, lerne Land und Leute kennen.

So unternahm der Dresdner im vergangenen Jahr in Shanghai mit seinem chinesischen Kollegen aus der Servicetechnik einige Ausflüge und machte dabei auch Bekanntschaft mit dessen Familie. Das seien die Momente, die bei ihm einen tiefen Eindruck hinterlassen hätten. China ist Georg Voigtländer besonders ans Herz gewachsen. Weil sich dort die westliche Kultur noch nicht ganz durchgesetzt habe, wie er sagt.

Das viele Reisen hat die Weltsicht des Dresdners verändert. "Am Anfang bin ich viel shoppen gegangen, aber mittlerweile finde ich das kulturell verschiedene Essen am interessantesten - die Steaks in Südamerika oder das asiatische Essen in China." Auffällig sind auch die unterschiedlichen Herangehensweisen im Job. "Dieses strikte, gerichtete und schnelle Arbeiten wie man es in Deutschland kennt, gibt es nirgendwo auf der Welt", findet Georg Voigtländer. "In China wird, nachdem eine Aufgabe erledigt ist, gewartet, bis der Chef das nächste Mal kommt und dir wieder Arbeit gibt", gibt er ein Beispiel. Dafür gebe es in den anderen Ländern viel weniger Urlaub, aber den brauche man in Deutschland wiederum auch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.07.2013

Madeleine Arndt

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