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Bayern-Tadschikistan: Drei Dresdner Studenten sind bei der Tajik Rallye dabei

Für den Guten Zweck Bayern-Tadschikistan: Drei Dresdner Studenten sind bei der Tajik Rallye dabei

Drei Dresdner Studenten wollen bei der Tajik Rallye mit einem alten Suzuki etwa 10.000 Kilometer von München bis nach Duschanbe in Tadschikistan fahren. Im Gepäck wird die selbst ernannte „Karachokombo“ dann gespendete Musikinstrumente haben.

Max Zarnojanczyk (l.) und Thomas Schädlich sind Teil der „Karachokombo“ und wollen den „Rock“ und Geld für den guten Zweck nach Tadschikistan bringen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die drei TU-Studenten Max Zarnojanczyk, Thomas Schädlich und Ricardo Bunge wollen bei der Tajik Rallye mit einem alten Suzuki etwa 10.000 km von München bis nach Duschanbe in Tadschikistan fahren. Im Gepäck wird die selbst ernannte „Karachokombo“ dann gespendete Musikinstrumente haben, um den Rock und Geld für einen guten Zweck nach Tadschikistan zu bringen.

Im Grunde fing alles damit an, dass ein Freund sein altes Auto loswerden werden wollte und Student Max Zarnojanczyk sich fragte, ob man denn nicht eigentlich noch was Abenteuerliches mit einem alten Gefährt anstellen könnte. Eher aus Zufall stieß er schließlich auf die Tajik Rallye. Deren Herausforderung: Befördere einen einfachen Kleinwagen für den guten Zweck von München nach Tadschikistan – und habe Spaß dabei!

Bei der Tajik Rallye sind mit wenigen Ausnahmen nur Kleinwagen mit höchstens 1,6 Liter Hubraum erlaubt. Es gilt, den Wagen sicher in das etwa 10.000 km entfernte Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan, zu manövrieren. Dabei geht es für die Teilnehmerteams nicht um Schnelligkeit, sondern um den Spaß an der abenteuerlichen Fahrt. Was zunächst wahnsinnig klingt, verfolgt auch einen guten Zweck. Jedes Team soll einen Mindestbetrag von 750 Euro für karikative Zwecke sammeln. Das Geld kommt zum einen dem Hilfswerk „Caritas International“ und zum anderen der Kinderstiftung „Hänsel und Gretel“ zugute.

Mit seiner Begeisterung für die Tajik Rallye steckte Max seine beiden Freunde Thomas Schädlich und Ricardo Bunge an. Als Team „Karachokombo“ wird das Dresdner Trio nun am 4. September an den Start gehen. Dabei haben sie noch eine weitere Mission: Den Rock nach Tadschikistan zu bringen. Die drei Hobbymusiker stießen einmal auf eine Dokumentation über junge tadschikische Rockbands, denen das Musizieren auf dem Land schwer fällt. „Sie haben dafür kein Geld und keine richtige Infrastruktur. Daher wollen wir für sie Equipment sammeln“, erklärt Max. „Es haben sich schon sieben Bands an der Spendenaktion beteiligt. Wir konnten jetzt zum Beispiel Instrumente, Mikrofone oder auch Verstärker sammeln“ ergänzt Kollege Thomas.

Um die abenteuerliche Reise zu verwirklichen, mussten die Freunde nun in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum von etwa einem halben Jahr so einiges organisieren. Vom Gebrauchthändler kauften sie sich für 700 Euro einen dunkelroten Suzuki: 97 PS, sechzehn Jahre auf dem Buckel und anfänglich mit Motorproblemen. Doch nach einem Besuch beim KFZ-Meister des Vertrauens und mit aufgemalten Rallyestreifen ist der Wagen wieder gut in Schuss. Das Auto wird nach der Ankunft in Tadschikistan ebenfalls für den guten Zweck versteigert.

Doch damit nicht genug. Neben dem Geld für das Auto müssen die drei etwa 1.000 Euro Spritkosten, 500 Euro Visa-Kosten, 1.050 Euro Rallye-Startgebühren sowie weitere 270 Euro für die Versicherung investieren. Das soll unter anderem mittels Sponsoren und Crowdfunding erleichtert werden. Außerdem organisierten sie bereits einen Filmabend, bei dem der Dokumentarfilm über Tadschikistans Rockmusiker gezeigt wurde.

Am Freitag findet dann ihre Feier „Karacho Fatsche“ in Katy’s Garage statt. „Die Feier soll auch noch einmal Aufmerksamkeit erregen und als Werbung für das Projekt und auch das Land dienen“, so Max. „Außerdem ist es natürlich für uns auch ein symbolischer Abend, um vor der Reise Abschied zu nehmen und dann mit einem großen Knall abzufahren.“ Der Eintritt wird zur einen Hälfte in den Tank und zur anderen Hälfte an Caritas International fließen.

Mit einigen tadschikischen Musikern konnte das Team Karachokombo bereits in Kontakt treten. Diese sind bereits voller Vorfreude, die drei Freunde nach ihrer Ankunft in Tadschikistan kennenzulernen. An einem Abend wollen sie dann alle zusammen Musik machen.

Von Marie Zoe Vanherpe

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