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Bauverzug am Glockenstuhl der Kirche: Stille Weihnacht in Dresden-Weißig

Bauverzug am Glockenstuhl der Kirche: Stille Weihnacht in Dresden-Weißig

Die Bewohner von Dresden-Weißig müssen Weihnachten und den Jahreswechsel ohne Festgeläut begehen. Die Erneuerung des Glockenstuhls der evangelisch-lutherischen Kirche zieht sich länger hin als ursprünglich gedacht.

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Die Erneuerung des Glockenstuhls dauert länger als gedacht. "Erst am 3. Februar 2013 werden unsere drei Glocken wieder läuten", so Pfarrer Michael Weißig

Quelle: Dietrich Flechtner

Von tomas gärtner

"Erst am 3. Februar 2013 werden unsere drei Glocken wieder läuten", sagt Gemeindepfarrer Michael Lehmann.

Damit es zum Fest nicht ganz still bleibt, springen die Bläser ein: Der Posaunenchor will am 25. Dezember, dem 1. Weihnachtsfeiertag, die Besucher des 10 Uhr beginnenden Gottesdienstes vom Turm begrüßen. Auch am 31. Dezember sollen die Posaunen den 17 Uhr beginnenden Gottesdienst einleiten.

Der neue Glockenstuhl steht mittlerweile. Gefertigt haben ihn Zimmerleute aus Pirna aus dem Holz einer Douglasie aus dem Kirnitzschtal. Nun müssen noch die Aufhängungen der Glocken eingepasst werden, die sogenannten Joche. Die werden aus Eichenholz bestehen. Eine Firma aus Thalheim übernimmt das. Für die Arbeiten waren die Glocken im August abgenommen und oben im Turm abgestellt worden. Die Kosten beziffert Pfarrer Lehmann auf rund 68 000 Euro. 14 000 Euro übernimmt die sächsische Landeskirche. Den größeren Rest muss die Gemeinde selbst durch Spenden aufbringen.

Die Glocken stammen von 1922 und bestehen aus Gussstahl. Bekommen hatte sie die Gemeinde als Ersatz für ihre drei 1901 gefertigten Bronzeglocken, die sie im Ersten Weltkrieg für die Rüstungsproduktion hatte abliefern müssen. Die Stahlgussglocken indes waren insgesamt anderthalb mal so schwer wie ihre bronzenen Vorgängerinnen. Das belastete den Stahlglockenstuhl, der inzwischen auch rostete, über Gebühr. In den Mauern des Turms entstanden Risse.

Noch 2004 habe die Kirchgemeinde geplant, sich außer einem neuen Glockenstuhl auch neue Bronzeglocken anzuschaffen, erzählt Pfarrer Lehmann. Dafür hätte sie deutlich mehr als 100 000 Euro aufbringen müssen. "Aber die Stahlglussglocken waren in Zustand und Klang ohne jede Beanstandung. Also haben wir uns auf neuen Glockenstuhl und neue Joche beschränkt."

Die kleinste der Glocken (Ton as') wiegt 600 Kilo, sie läutet für gewöhnlich morgens 7 Uhr. Die mittlere (Ton f'), sie erklingt mittags 12 Uhr und abends 18 Uhr, bringt mehr als eine Tonne auf die Waage. Die größte (Ton des') sogar mehr als anderthalb Tonnen. Gegossen worden sind sie in Bochum.

Die Weißiger Kreuzkirche erhielt ihre heutige Gestalt nach mehreren Umbauten 1901. Die Pläne dafür lieferte Woldemar Kandler (1866-1929). Der älteste Teil der Kirche, der Turm in seinem unteren Teil, ist bereits im 13. Jahrhundert aus Bruchsteinen errichtet worden. Die Kirchgemeinde Schönfeld-Weißig hat rund 2700 Mitglieder.

www.kirchgemeinde-schoenfeld-weissig.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.12.2012

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