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Baustart für „Moritzhaus“ am Dresdner Neumarkt im Frühjahr 2017

Umstrittenes Gebäude Baustart für „Moritzhaus“ am Dresdner Neumarkt im Frühjahr 2017

Im Frühjahr 2017 sollen die Bauarbeiten für das „Moritzhaus“ am Neumarkt beginnen. Das kündigte Investor KIB-Gruppe an und sprach von einer ausgewogenen Architektur. Das sieht die Gesellschaft historischer Neumarkt anders und spricht von einer „Provokation in Beton“.

Dresden. Die in Nürnberg ansässige KIB-Gruppe will im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten für das „Moritzhaus“ am Neumarkt beginnen. Das kündigte KIB-Geschäftsführer Sebastian Greim jetzt an. Die Baugenehmigung für das Projekt liege seit dem Sommer vor. „Es vereint Einkaufen, Arbeiten und Wohnen unter einem Dach und ist Teil der städtebaulichen Neugestaltung des Neumarkts“, erklärte der KIB-Geschäftsführer. Die Fertigstellung sei bis Mitte des Jahres 2018 geplant.

Mit den Vertretern der Bürgervertretung sei die Architektur des Vorhabens in Würdigung des historischen Ortes zu einem stimmigen Ensemble weiterentwickelt worden, so Greim. Auf der Basis des im Jahr 2008 ausgelobten Architekturwettbewerbs sei unter Reflektion des breit gefächerten Meinungsbildes zu verschiedensten Gestaltungs- und Architekturideen eine ausgewogene Gebäudestruktur erarbeitet worden, die sich als modernes Gebäude unter Neuinterpretation der am Neumarkt vorhandenen Gestaltungselemente insbesondere über Maßstäblichkeit und Kleinteiligkeit einfüge.

Neben wieder originalgetreu errichteten „Leitbauten“ sollten dem Ort angemessene Neubauten gemeinsam das künftige Gesichts des Neumarkts prägen, so Greim. Die Vielseitigkeit des „Moritzhauses“ werde sich in seiner Architektur widerfinden: Moderne Elemente und innovative _Details würden hier traditionelle Ausführungskomponenten und ortstypische Proportionen interpretieren. „Bei der Konzeption deses mehrere Jahrhunderte nach Anlage des Neumarktes entstehenden, zeitgemäßen Neubaus war uns der Bezug auf Stadtbild und Umwelf besonders wichtig“, versicherte Greim. Das „Moritzhaus“ werde sich mit seinem modernen Äußeren in die Schnittstelle zu historischem Neumarkt, Altmarkt und Kulturpalast einfügen.

Im Erdgeschoss sollen 780 Quadratmeter Handelsfläche entstehen, für Büroeinheiten sei eine Gesamtfläche von 2300 Quadratmetern vorgesehen. In den beiden Dachgeschossen würden acht Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 80 und 170 Quadratmetern entstehen, so der KIB-Geschäftsführer. Im Juli hatte er die Investitionssumme gegenüber den DNN auf rund 18 Millionen Euro beziffert.

Bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden stoßen die Pläne auf Ablehnung. Der Vereinsvorstand hat das geplante Gebäude als „Provokation in Beton“ kritisiert und von einem „klotzartigen Baukörper“ gesprochen. Die Gesellschaft kündigte Widerstand mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln an. Baubürgermeister Raoul Schmidt Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hatte dagegen im Juli erklärt, dass sich der Investor den Empfehlungen der Gestaltungskomission für den Neumarkt unterworfen habe.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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