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Bauruine auf der Kesselsdorfer Straße in Dresden soll verkauft werden

Schandfleck bald weg? Bauruine auf der Kesselsdorfer Straße in Dresden soll verkauft werden

“Akzeptiert und ignoriert“ ist er, der Rohbau, der seit Ende der 90er Jahre auf der Kesselsdorfer Straße 49 unvollendet vor sich hin vegetiert. Jetzt gibt es Bewegung: Offenbar will der Investor verkaufen und so den Weg für ein neues Projekt ebnen.

Nichts mit Seniorenresidenz: der Plan für die alte Bauruine auf der Kesselsdorfer Straße 49 scheiterte. Jetzt gibt es offenbar einen erneuten Anlauf.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  “Akzeptiert und ignoriert“ ist er, der Rohbau, der seit Ende der 90er Jahre auf der Kesselsdorfer Straße 49 unvollendet vor sich hin vegetiert. So beschreibt Ronny Rehm, stellvertretender Ortsbeirat der Linken, die Bauruine gleich hinter dem Abzweig zur Saalhausener Straße. „Schön ist es nicht, aber man hat sich irgendwie daran gewöhnt.“ Vor allem der Bauzaun, der von der Stadtverwaltung zur Absicherung der Bauruine aufgestellt wurde und Teile des Fußweges blockiert, störe die Anwohner.

Doch anscheinend gibt es Grund zur Hoffnung. Der Investor und Immobilienbesitzer Manfred Plica kündigte gegenüber DNN an, das Grundstück zeitnah zu verkaufen. „Im September wird es notariell beurkundet. Der Schandfleck wird bald verschwunden sein“, äußerte sich der Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen.

Nachdem der ehemalige Bauherr vor mehr als 17 Jahren Pleite gegangen war, stoppte der Bau. Seit dem verwahrlost das Objekt zunehmend zu einer Bauruine. Neue Hoffnung kam 2012 auf, als Plica das Grundstück erwarb und den Weiterbau des Rohbaus zur „Seniorenresidenz Naußlitz“ ankündigte. Auch ein Konzept für die gut gelegene und hervorragend an das Verkehrsnetz angebundene Immobilie wurde schnell gefunden. Die Firma Senioren- und Pflegeheim Kollmeier aus Niedersachsen wollte das Objekt betreiben. Doch anscheinend brachten Streit und Uneinigkeit zwischen den Parteien das Projekt zum Scheitern.

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Seit mehr als 17 Jahren vegetiert der Rohbau an der Kesselsdorfer Straße 49 vor sich hin. Nachdem das Projekt eines Seniorenzentrums gescheitert ist, könnte nun bald ein neues in Angriff genommen werden.

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„Wir hatten eine Vereinbarung mit Herrn Plica, alle Verträge waren soweit abgeschlossen“, erzählt Geschäftsführer Dieter Kollmeier. Doch dann passierte nichts. Bis auf einige Werbeplakate mit der Aufschrift „Seniorenresidenz Naußlitz“ gab es keinen Fortschritt an der Bauruine. „Der Kontakt ist dann schlagartig abgebrochen, wir haben Herrn Plica nicht erreicht. Der letzte E-Mail-Verkehr war im Januar 2013“, so Kollmeier. Deshalb habe sich seine Firma dann zeitnah entschieden, das Projekt fallen zu lassen. Manfred Plica hingegen stellt den Sachverhalt anders dar: Man habe der Kollmeier Gruppe aus verschiedenen Gründen fristlos gekündigt. Im Anschluss sei dann kein weiteres profitables Konzept für die Immobilie gefunden wurden.

Laut dem Bauamt wurde aber zumindest ein Bauantrag eingereicht. „Die Baugenehmigung für die Nutzungsänderung des Rohbaus in ein Pflegeheim mit 80 Plätzen und einer Tiefgarage und einem teilweisen Rück- und Umbau des Rückgebäudes sowie dem Neubau eines Dachgeschosses wurde am 3. April 2012 erteilt“, so Stadtsprecherin Diana Petters.

Die Geltungsdauer der Baugenehmigung lief dann drei Jahre später aus. Deshalb stellte die Stadt auch einen Bauzaun zur „notwendigen Baustellensicherung“ auf. Weitere Handlungsmöglichkeiten, um die Bauruine sogar ganz verschwinden zu lassen, habe die Stadt aber nicht, so Petters. „Die Bauaufsicht kann ’nur’ die Herstellung der Sicherheit einer baulichen Anlage fordern.“ Allerdings habe es in den vergangenen Jahren eine Reihe Anfragen von Investoren gegeben.

Manfred Plica will das Objekt nun verkaufen, nachdem der Plan vom Seniorenheim geplatzt ist. „Ich habe bereits seit vier Monaten einen Käufer. Wenn der Vertrags unterschrieben ist, äußern wir uns zu den konkreten Plänen", so der Geschäftsmann. Er könne nur so viel verraten, dass es sich „wahrscheinlich um eine Kombination aus studentischem und betreutem Wohnen“ handeln wird. Der bestehende Rohbau soll dafür verwendet werden. „Der ist das wertvollste an der Immobilie“, so Plica. Der Investor aus Nordrhein-Westfalen sicherte trotz aller Ungereimtheiten in den vergangenen Jahren zu, dass der „Schandfleck“ bald verschwunden sein werde.

Von Sebastian Burkhardt

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