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Bauprojekte an der TU Dresden: Uni wächst erst nach 2020 gen Süden

Bauprojekte an der TU Dresden: Uni wächst erst nach 2020 gen Süden

Die Technische Universität Dresden (TUD) hat gegenwärtig keine Pläne, Flächen des von der Stadt per Bebauungsplan genehmigten "Campus Süd" zu bebauen.

"Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Sanierung der vorhandenen Gebäudesubstanz", erklärte Karl Lenz, Prorektor für Universitätsplanung. Die im Bebauungsplan ausgewiesenen Wissenschaftsflächen südlich der Nöthnitzer Straße würden vielleicht erst 2020 oder 2030 benötigt, sagte der Prorektor.

Aber eine Spitzenuniversität mit einer so enormen Dynamik wie die TUD benötige Potenzial für eine Er-weiterung, betonte Lenz. "Wenn die Europäische Union morgen ein Forschungsprogramm ausschreibt, für das Neubauten benötigt werden, könnten wir uns bewerben", begründet er, warum die TUD gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB) und der Stadt den Bebauungsplan vorangetrieben hat, der in der vergangenen Woche vom Ortsbeirat Plauen bestätigt wurde.

Der Prorektor nennt das Beispiel des Hochleistungsrechners, der gegenwärtig an der Nöthnitzer Straße gebaut wird. "Wir wollen die vorhandene Substanz sanieren. Aber gerade für den Rechner können wir kein Altgebäude nutzen. Wegen der speziellen Gebäudeanforderungen benötigen wir einen Neubau." Lenz spricht von einem Wettbewerb der Wissenschaftsstandorte um Forschungsgelder. "Wenn wir solche Spitzentechnologien haben wollen, müssen wir besser sein als die anderen und über Potenziale für eine bauliche Erweiterung verfügen."

Der Prorektor betonte, dass die TUD einen Zentralcampus benötige. "Eine Zersplitterung würde Reibungsverluste mit sich bringen." Wissenschaftliche Kreativität habe viel mit informellen Prozessen zu tun. Die Forscher müssten sich kennen und in einem nahen Umfeld tätig werden, um Spitzenleistungen vollbringen zu können. Lenz lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem SIB bei der Erweiterung der TUD, die sehr konstruktiv gewesen sei und sich an den Belangen der Forscher orientiert habe. Mit rund 7000 Beschäftigten gehört die TUD zu den größten Arbeitgebern Dresdens. "Das sind überwiegend studierte Menschen", so der Prorektor. Investitionen in Bildung und Wissenschaft seien ein Mittel, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Auf rund eine halbe Milliarde Euro schätzt Lenz den Investitions- und Sanierungsrückstau an Gebäuden der TUD. "Wir würden uns wünschen, dass wir ihn schnell abarbeiten könnten." Der Hempel-Bau könne frisch saniert am Freitag übergeben werden, der Fritz-Foerster-Bau sei leergezogen worden für die Sanierung, auch die Instandsetzung des Beyer-Baus sei bereits finanziell eingeordnet. "Wir haben in den nächsten Jahren viel vor", kündigte Lenz an.

Dass sich im Zuge des Campus' Süd eine Interessengemeinschaft der TUD-Anlieger gegründet hat, begrüßt der Prorektor. "Wir haben uns immer darum bemüht, die Anwohner zu informieren. Aber wie sprechen sie unorganisierte Anlieger an?" Jetzt gebe es Ansprechpartner mit Telefonnummer, jetzt könne man sich an einen Tisch setzen und reden. "Wir werden alle Probleme miteinander angehen."

Der Prorektor kündigte auch Gespräche mit dem Vorstand der Kleingartenanlage "Grabeland" an, die sich von den Erweiterungsplänen in ihrer Existenz bedroht sah. "Wir streben eine gute Nachbarschaft an, die Unileitung wird die Veranstaltungen der Kleingärtner besuchen", so der Prorektor. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Anlage ihre Jahreshauptversammlung in einem TU-Hörsaal abhalte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.04.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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