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Bauhaus AG trickst Besitzer von Garagen in Dresden-Striesen aus

Bauhaus AG trickst Besitzer von Garagen in Dresden-Striesen aus

Der Garagenkomplex in Dresden-Striesen an der Paul-Gerhard-Straße Ecke Wormser Straße befindet sich seit vielen Jahren im Besitz einer privaten Eigentümergemeinschaft.

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Diese 13 Garagen in Striesen sollen weg. Die Dresdner Bauhaus AG will auf dem Grundstück Eigentumswohnungen bauen.

Quelle: Carola Fritzsche

Nun sollen die Garagen zwangsversteigert werden - obwohl keiner der Besitzer Geld im Zusammenhang mit den Garagen schuldig ist. Die Dresdner Bauhaus AG, erst seit kurzem Eigentümer einer der betroffenen 13 Garagen, hat die Aufhebung der Gemeinschaft beim Dresdner Amtsgericht beantragt. Wie einer der Garagenbesitzer gegenüber den DNN berichtet, wurde der Antrag auf Aufhebung nur wenige Tage nach Eintragung der Bauhaus AG ins Grundbuch gestellt.

Die Garagenbesitzer, die sich zu einer Gemeinschaft nach Bruchteilen zusammengeschlossen hatten, haben es versäumt, für den Fall vorzusorgen, dass ein Mitglied aus der Gruppe aussteigen will. Christian Rietschel berät als Vorsitzender des "Haus & Grund e.V." Grundstücks- und Immobilieneigentümer zu rechtlichen Fragen und erklärt: "Ohne eine entsprechende Vertragsregelung kann jedes Mitglied einer Eigentümergemeinschaft jederzeit die Aufhebung derselben verlangen." Da sich die einzelnen Parteien in diesem Fall nicht über die Aufhebung einig sind, soll nun eine Teilungsversteigerung erfolgen.

Das entsprechende Gesetz findet üblicherweise Anwendung, wenn sich beispielsweise Erbengemeinschaften oder getrennt lebende Ehepaare nicht über die Auszahlung eines Besitzanteils einigen können. Dann wird der Besitz versteigert und der Erlös nach Tilgung aller fälligen Verfahrenskosten verteilt. Die Dresdner Bauhaus AG, erst seit kurzem Teil der Gemeinschaft, nutzt das Gesetz nun, um diese Gemeinschaft zu zerschlagen. Sollte es zur Teilungsversteigerung kommen, hat das Unternehmen finanziell wahrscheinlich die besseren Karten.

Die Versteigerungsgegner haben Einspruch beim Dresdner Amtsgericht eingelegt. Dieser stoppt das Verfahren zunächst für sechs Monate, dann kann erneut Einspruch für weitere sechs Monate eingelegt werden. Ist bis zum Ablauf dieser Frist keine Lösung in Sicht, kommt es zur Teilungsversteigerung.

"Das ist Kapitalismus pur", schätzt Christian Rietschel die Situation ein. "Rechtlich lässt sich so ein Vorgehen, wenn alles korrekt von statten ging, aber nicht beanstanden." Und moralische Bedenken nützen den bisherigen Eigentümern auch nichts. Laut eines Schreibens, dass einem der betroffenen Garagenbesitzer vorliegt, plant die Dresdner Bauhaus AG den Bau von Eigentumswohnungen auf dem Grundstück. Das Unternehmen hat einen Anwalt eingeschaltet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2013

Schmieder, Franziska

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