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Bauen in homöopathischen Dosen: Kein Ende in Sicht für die Sanierung des Elbehotels

Bauen in homöopathischen Dosen: Kein Ende in Sicht für die Sanierung des Elbehotels

Was ist los mit der Dauerbaustelle Elbehotel? Bleibt das Haus nun eine Invest- ruine oder wird doch noch eine funktionierende Einrichtung daraus? Auch der bisher letzte Eröffnungstermin für das geplante Restaurant im "Demnitz", wie das Haus im Rückgriff auf die glorreiche Vergangenheit wieder heißen soll, ist lange verstrichen.

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Getan hat sich etwas auf der Baustelle des Elbehotels. Das Dach ist dicht, das elbseitige Gebäude eingerüstet. Die Fertigstellung aber lässt auf sich warten.

Quelle: Dietrich Flechtner

Vom Sommer 2013 hatte der Stuttgarter Investor Thomas Diller zuletzt gesprochen. Nun, da schon fast wieder ein Jahr ins Land gegangen ist, schweigt Diller ganz. "Er möchte sich momentan nicht äußern", lautete die Antwort auf eine entsprechende Nachfrage der DNN.

Dabei tut sich schon etwas auf der Baustelle neben dem Blauen Wunder - wenn auch in homöopathischen Dosen. Das Dach ist dicht und das elbseitige Gebäude mit den Türmen eingerüstet. Neue Fenster machen Hoffnung, sie sind aber noch nicht komplett eingebaut. Vor allem im Dachgeschoss des hofseitigen Baus - der übrigens noch den alten Schriftzug "Gasthof Demnitz" trägt - klaffen Lücken. Nach Innenausbau schaut bisher nichts aus oder es geschieht im Verborgenen. "Herr Diller hat seinen eigenen Stil", umschreibt Andreas Wünsche, Geschäftsführer des hier ansässigen Cateringbetriebes W.O.K., die Situation. "Wir fragen nicht mehr nach Terminen." Mit seinem Partner Ralf Opitz betreibt er den Elbegarten am Blauen Wunder und beide wollen auch das Restaurant "Demnitz" führen. Der Mietvertrag datierte ursprünglich für das Jahr 2006! Acht Jahre später gibt es immer noch kein Licht am Ende des Tunnels. Auch der Biergarten sollte laut Diller neu gestaltet werden, was ebenfalls auf sich warten lässt.

"Solange gebaut wird, kann man optimistisch sein. Jeder Euro, der in das Objekt fließt, gibt Hoffnung, dass es mal fertig wird", übt sich Wünsche in Bescheidenheit. Zurzeit hat er keinen Grund zur Klage, denn im Elbegarten boomt während der WM das Geschäft ordentlich. Alle Fußballspiele werden live auf eine LED-Wand übertragen.

Kai Kochan, früher ebenfalls W.O.K.-Geschäftsführer und Hauptideengeber (unter anderem auch für die Silvesterparty auf dem Theaterplatz), mochte die Kaugummi-Taktik nicht länger ertragen und hat die Segel gestrichen. Ende 2013 war er aus dem Catering-Unternehmen ausgestiegen. "Eine weise Entscheidung", sagt er heute. Hauptgrund sei der jahrelange Kampf um das Restaurant "Demnitz" gewesen, so Kochan gegenüber den DNN. Jetzt ist er solo tätig oder kocht gemeinsam mit Mario Pattis.

1979 war das Elbehotel baupolizeilich gesperrt worden und verfiel. 2001 hat der Schwabe Thomas Diller das Objekt erworben. Die Dresdner freuten sich auf das Wiedererstehen einer bekannten Lokalität am Elbufer. Dann verkündete der Investor das Aus für den historischen Ballsaal. Nun sollen Wohnungen und Büros sowie das Restaurant im Objekt entstehen. Die vorgesehene Investitionssumme von 4,5 Millionen Euro dürfte sich in dem langen Zeitraum wohl noch erhöhen.

Mit der gelungenen Sanierung des Alten Fährguts in Loschwitz hatte Diller Erwartungen geweckt. Von einer gesicherten Fertigstellung des Elbehotels spricht inzwischen niemand mehr. Aber Überraschungen sind ja nicht ausgeschlossen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.06.2014

Genia Bleier

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