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Bauboom in Striesen: Niedrige Zinsen und lukrative Renditen ziehen immer mehr Investoren an

Bauboom in Striesen: Niedrige Zinsen und lukrative Renditen ziehen immer mehr Investoren an

Wer in diesen Tagen in Striesen unterwegs ist, kommt zwangsläufig an einer Baustelle vorbei. Überall schießen im bevölkerungsreichsten Dresdner Stadtteil neue Häuser wie Pilze aus dem Boden.

Dank der Nähe zum Großen Garten bzw. zur Elbe und dem insgesamt attraktiven Erscheinungsbild zieht Striesen vor allem junge Familien an.

Gleichzeitig machen die derzeit niedrigen Zinsen sowie der Fakt, dass Dresden als Stadt außergewöhnlich stark prosperiert, Bauprojekte für Investoren interessant. Zumal sie in der sächsischen Landeshauptstadt deutlich höhere Renditen erzielen können als beispielsweise in München oder Düsseldorf, wie der Analyst Wulff Aengevelt neulich erklärte. Dies liegt daran, dass der Immobilienmarkt in diesen westdeutschen Städten überhitzt ist.

Durch den derzeitigen Bauboom werden nicht nur die letzten Kriegswunden geschlossen, sondern es steigen auch die Preise. Laut dem Internetportal "Immowelt" liegen die durchschnittlichen Angebotsmieten in Striesen und Blasewitz mittlerweile bei 7,50 Euro pro Quadratmeter, vor drei Jahren betrug dieser Wert noch 6,40 Euro. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung muss man also monatlich 77 Euro mehr hinblättern.

Das mit Abstand größte Bauvorhaben in Striesen und auch eines der umfangreichsten in ganz Dresden ist das Pegasus-Projekt zwischen der Hepke- und der Eibenstocker Straße. Anfang April begannen die Arbeiten auf der 24 000 Quadratmeter großen Brache mit einem symbolischen ersten Baggeraushub. Bis Ende 2016 entstehen acht energieeffiziente Neubauten, die Platz bieten für 184 Eigentumswohnungen. In den Bau der so genannten Pegasus-Residenz investiert die Aaron-Gruppe aus Wien rund 56 Millionen Euro. Das Projekt knüpft nahtlos an den kürzlich fertiggestellten Pegasus-Courtyard auf dem Nachbargrundstück an. Für über 30 Millionen Euro wurde hier unter anderem das alte AOK-Verwaltungsgebäude saniert.

In den Startlöchern steht derweil auch die USD Immobilien GmbH, die ein ehemaliges Gärtnerei-Gelände zwischen der Haenel-Clauß-Straße und der Geisingstraße zeitnah bebauen will. Die Investoren haben das 24 000 Quadratmeter große Areal Ende vergangenen Jahres erworben und werden wohl in einigen Monaten im ersten Bauabschnitt entlang der Geisingstraße neun Mehrfamilienhäuser und eine Tiefgarage errichten. Kurz vor seiner Fertigstellung steht bereits der Neubau der Wohnungsgenossenschaft "Aufbau" an der Wallotstraße. Dieser bietet Platz für insgesamt 56 Wohnungen, investiert wurden reichlich neun Millionen Euro. In den Kellerräumen werden übrigens große Serverschränke für virtuelle Cloud-Dienste stehen, deren Abwärme die Wohnungen des Hauses mit Warmwasser versorgt und die Fußbodenheizungen am Laufen halten soll.

Auch die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt steckt derzeit viel Geld in einen neuen Wohnblock in Striesen. An der Kreuzung Krenkelstraße/Haydnstraße entstehen bis Mai 2015 fast 60 hochwertige Wohnungen, die teilweise behindertenfreundlich geplant sind. Kostenpunkt: Acht Millionen Euro. Bei der Gestaltung der Fassaden orientiert sich ein brasilianischer Künstler mit Blick auf Joseph Haydn am Thema klassische Musik. In unmittelbarer Nachbarschaft laufen seit Oktober vergangenen Jahres die Bauarbeiten für ein Projekt der Kimmerle-Gruppe. Die 44 Wohnungen neben dem Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium sollen Anfang 2015 bezugsfertig sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2014

Christoph Stephan

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