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Bauausschuss gibt grünes Licht für Erweiterung von Hightech-Firma in Langebrück

Bauausschuss gibt grünes Licht für Erweiterung von Hightech-Firma in Langebrück

Die umstrittene Erweiterung der Langebrücker Firma Micro-Epsilon Optronic im Gewerbegebiet Lösigberg hat den Segen des beschließenden Bauausschusses erhalten.

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Bis 2025 will die Langebrücker Firma Micro-Epsilon Optronic erweitern, sieben Millionen Euro investieren und bis dahin 160 Mitarbeiter beschäftigen.Visualisierung: A. Eylert

Von RALF REDEMUND

Ohne Gegenstimme und ohne Debatte stimmte das Gremium dem Planungsentwurf für die neuen Anbauten zu. Nun wird der Entwurf zwar noch öffentlich ausgelegt, in aller Regel mündet diese Phase aber in den Bau einer solchen Erweiterung. Zudem wird es am 15. November im Langebrücker Bürgerhaus noch eine Einwohnerversammlung geben.

Ausbau ins Weideland

Immerhin will Geschäftsführer Torsten Stautmeister die Belegschaft von zurzeit knapp 70 Mitarbeitern bis 2025 auf 160 steigern. Die 1993 gegründete Firma stellt empfindliche Sensoren und Messgeräte her, die beispielsweise in der Qualitätssicherung von Automobil-Zulieferern zum Einsatz kommen, also dort, wo rasend schnell viele Teile geprüft werden. So schafft ein Produkt der Firma bis zu 50 000 Messungen in der Sekunde. Laut Stautmeister hat Optronic im vergangenen Jahr den Umsatz um 37 Prozent gesteigert.

Dennoch war die geplante Erweiterung im Vorfeld bei vielen Langebrückern heftig umstritten. Denn das Plangebiet ist Teil und östlicher Auftakt der exponierten Kleinkuppenlandschaft um Langebrück herum, einer offenen Wiesen- und Weidelandschaft. Auf einer Fläche hinter dem jetzigen Firmengelände von Micro-Epsilon Optronic sollen drei weitere Bürogebäude entstehen, die mitten in die Kleinkuppenlandschaft hineinragen und - so führten Kritiker an - möglicherweise die Kaltluftzufuhr nach Dresden und die Grundwasserneubildung erheblich beeinträchtigen. Optisch "versaue" die geplante Erweiterung auch das Ortsbild, so einige Anwohner. Zudem sei eine seltene Schmetterlingsart - der geschützte Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling - bedroht, hieß es.

Optronic reagierte, änderte den Entwurf, präsentierte im Ortschaftsrat Langebrück eine abgespeckte Version. So fallen die Gebäude nun kleiner aus. War zunächst von neun Metern Höhe die Rede, soll jetzt nur noch sieben Meter hoch gebaut werden. Die neuen Produktionshallen rücken stärker an die bestehenden Häuser ran. Und die Dächer würden nun begrünt, wie Jana Windelband vom Dresdner Planungsbüro Gras erklärte. Letztlich sollen es begrünte flache Satteldächer sein.

Um die beiden jeweils rund 20 Meter langen Fertigungsgebäude und das Anschlusshaus herum wird es eine intensive Begrünung geben. An mehreren anderen Stellen in Dresden sind Sträucher und Bäume geplant als Ausgleich für die Neubauten, unter anderem am Lösigberggraben und in Gorbitz. Besondere Rücksicht wird auf den Schmetterling genommen, hieß es im Ortschaftsrat. Kleinere Eingriffe in Landschaftsbild und Kaltluft-Entstehungsgebiet ließen sich nicht vermeiden. Der Ortschaftsrat stimmt mit sieben Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung für den Entwurf.

Sieben Millionen Investition

Firmenchef Stautmeister blickt der Einwohnerversammlung gelassen entgegen. Die Ausgleichsmaßnahmen seien schon gewaltig, in begrenztem Maße könne der Entwurf auch noch mehr angepasst werden, aber irgendwann sei Schluss. Zum Teil verstehe er die Debatte nicht. Seine Firma sende keine Giftgase aus, mache keinen Krach, exportiere rund 70 Prozent in die Welt und sei damit ein Botschafter für Langebrück. Insgesamt will Stautmeister bis 2024 rund sieben Millionen Euro investieren. Der Neubau soll in zwei bis drei Etappen ab 2013 entstehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.10.2012

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