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Bauausschuss gibt Grünes Licht für das "Zschachwitzer Ei"

Bauausschuss gibt Grünes Licht für das "Zschachwitzer Ei"

Die Pläne stehen zwar nur auf dem Papier, haben aber schon einen Namen: "Zschachwitzer Ei" haben die Bewohner des Dresdner Ostens das Einkaufszentrum genannt, das auf der Fläche des legendären "Kaufhaus Günther" an der Pirnaer Landstraße entstehen soll.

Der Entwurf des Braunschweiger Büros hsv-Architekten hat nämlich eine elliptische Form.

Projektentwickler Andreas Barth von der Saller Group Weimar konnte gestern Abend nach der Abstimmung im Bauausschuss aufatmen: Bei zwölf Ja-Stimmen und drei Enthaltungen beschlossen die Ausschussmitglieder, die Pläne für das Einkaufszentrum öffentlich auszulegen. Damit biegt das Projekt, das seit 2009 im Gespräch ist, auf die Zielgerade ein. "Wir wollen noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen", nennt Barth ein ehrgeiziges Ziel. Wenn alles klappt, könnte das Einkaufszentrum, in dem als Ankermieter ein Rewe-Markt und eine Rossmann-Drogerie einziehen sollen, Ende 2016 eröffnet werden.

Noch vor wenigen Tagen hatte es heftigen Gegenwind für das Vorhaben gegeben: Der Wirtschaftsausschuss stimmte gegen die Pläne, da es in Dresden bereits mehr als genug Einzelhandelsfläche gebe (DNN berichteten). Davon war im Bauausschuss wenig zu hören. Zwar erklärte Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Löser, seine Sympathie für derartige Projekte sinke immer mehr. Aber da die Flächen direkt an der lärmintensiven Pirnaer Landstraße liegen, sei Wohnungsbau ausgeschlossen. "Trotzdem frage ich mich, ob wir uns nicht auf lange Sicht eine Entwicklungschance für dieses Gebiet vergeben", so Löser. Er hoffe, dass sich die Zschachwitzer kein "Ei legen" würden.

Der Leubener Ortsbeirat Eberhard Kunte (CDU) hatte den Ausschussmitgliedern zuvor erklärt, wieso das Vorhaben in der Bevölkerung positiv gesehen wird. "Wir wollen, dass dieser Schandfleck verschwindet. Wir haben im Ortsbeirat lang und breit über das Projekt gesprochen. Alles ist abgestimmt." Das bestätigte Barth, der zum Beispiel auf einen Schuhmarkt im Neubau verzichten will, um dem ortsansässigen Laden keine Konkurrenz zu machen. "Wir haben die kleineren Mieter noch nicht unter Vertrag genommen, weil unsere Verunsicherung nach dem Wirtschaftsausschuss groß war." Rund eine halbe Million habe er bereits in Grundstückserwerb und Planungen investiert, so Barth. "Ich bin froh, dass wir die Pläne jetzt offenlegen können."

Margit Haase von den Grünen gab Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhart Koettnitz den Auftrag, den Bau von Radwegen entlang der Pirnaer Landstraße zu prüfen. Wenn es gelinge, Konflikte zwischen Radfahrern und Autos an der Einfahrt zum Einkaufszentrum zu vermeiden, könne sie mit dem Vorhaben leben. Allerdings sind nicht alle Grünen glücklich mit dem "Zschachwitzer Ei": "Mir gefallen die Pläne in ihrer jetzigen Form überhaupt nicht", erklärte Torsten Schulze, wirtschaftspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion, gegenüber DNN. "Das Projekt stammt aus dem vergangenen Jahrhundert und ist nicht mehr zeitgemäß", kritisierte er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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