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Bauarbeiten am Dresdner Zwinger: Wallpavillon wieder sichtbar

Dank milder Temperaturen Bauarbeiten am Dresdner Zwinger: Wallpavillon wieder sichtbar

Für Baumaßnahmen zeigt sich dieser Winter sehr gnädig. Davon profitiert auch der Zwinger mit seinem umfangreichen Sanierungspaket von der Sempergalerie über den Wallpavillons bis zur noch ausstehenden Vollendung des Kronentors.

Obwohl sich viele Arbeiten auf Innenräume konzentrieren, bleibt auch im Freien einiges zu tun. Steigen die Minusgrade doch noch an, müssten eventuell Versetz- und Putzarbeiten kurzzeitig unterbrochen werden.

Quelle: DNN

Dresden. Für Baumaßnahmen – ohne die Dresden nur schwer vorstellbar ist – zeigt sich dieser Winter sehr gnädig. Davon profitiert auch der Zwinger mit seinem umfangreichen Sanierungspaket. Angefangen bei der Sempergalerie – jetzt steht der Westflügel an –, über die Komplettrestaurierung des Wallpavillons bis zur noch ausstehenden Vollendung des Kronentors hält der Zwinger auch im Jahr 2016 ein großes Pensum für den in Baufragen zuständigen Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) bereit.

Obwohl sich viele Arbeiten auf Innenräume konzentrieren, bleibt auch im Freien einiges zu tun. Steigen die Minusgrade doch noch an, müssten eventuell Versetz- und Putzarbeiten kurzzeitig unterbrochen werden, meint SIB-Sprecherin Andrea Krieger gegenüber DNN. Bis jetzt aber verlaufe die Restaurierung des Wallpavillons weiter planmäßig. Ab Mitte November konnte bereits das Fassadengerüst an der Hofseite ein großes Stück zurückgebaut werden. Nur die Erdgeschosszone bleibt eingerüstet für die Restaurierung dieser Flächen. Der Aufgang zum Wall mit Blick ins Nymphenbad und auf die gesamte Anlage sowie der Durchgang zum Marmorsaal waren schon für die Neujahrsbesucher wieder frei. Dabei fallen auch Grabungen bzw. das Freilegen von Grundleitungen im Vestibül auf.
Gegenwärtig konzentriert sich die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Festsaal im Obergeschoss des königlichen Wallpavillons. Hier werden jetzt Fenster aufgearbeitet, wie teilweise schon sichtbar, und ein Segment der Decke erneuert. Unspektakulär und von außen kaum wahrnehmbar vollziehen sich Notwendigkeiten wie die Installation neuer Haustechnik und die Innendämmung an den Fensterbrüstungen. Krieger nennt ferner Putz-, Stuck- und Malerarbeiten an Wänden und Decke, die Ergänzung und Restaurierung des Marmorbodens und die Aufarbeitung der Kronleuchter, die im Saal vorgesehen sind. Der Raumeindruck bleibe in der bekannten Fassung erhalten, so die Sprecherin.

Mit dem Abbau der zehn Attika-Vasen im Herbst 2014 wurde gewissermaßen die Restaurierung des Wallpavillons eingeläutet, die dann im Frühjahr 2015 richtig startete. Inzwischen zeigt sich der obere Bereich des 300 Jahre alten Pavillons in neuem Glanz. Die Leistungen von Steinmetzen, Restauratoren und Handwerkern sind offenkundig. So heben sich die restaurierten Sandsteinskulpturen hell vom Bauwerk ab. Weil sich ihre Demontage als zu kompliziert erwies, sind sie an Ort und Stelle in ihren jetzigen Zustand versetzt worden. Auch der bekrönende Herkules Saxonicus, der stellvertretend für August den Starken die Weltkugel schultert. Zur Erinnerung an die derzeitige Restaurierung ließ der Freistaat aktuelle Unterlagen in einer Zeitkapsel in der Weltkugel versenken. Ganz neu gefertigt wurde die Giebelfigur der Minerva.

Auch die aufgearbeiteten Attika-Vasen haben ihren Platz wieder eingenommen. In der Zwingerbauhütte mussten sie ein langes Entsalzungsbad über sich ergehen lassen. Wie Krieger informiert, ist die Restaurierung der oberen Fassade abgeschlossen, das Kupferdach ist repariert und weitere Gebäudeschutzmaßnahmen sind erfolgt. Bis Ende 2017 wird es aber noch dauern, bevor dieser architektonische Höhepunkt des Dresdner Zwingers rundum erneuert ist. Der Freistaat hat dafür 4,4 Millionen Euro bereitgestellt.
Vorgesehen ist in diesem Jahr laut Krieger auch die Fortführung der Kronentor-Sanierung. Im dritten und letzten Bauabschnitt sollen die Fassaden zum Hof und zur Zwingerbrücke, der Innenraum des unteren Durchgangs und der Terrassenbelag an die Reihe kommen. Auch die Arbeiten am Kronentor werden erst 2017 abgeschlossen sein. Parallel zu den genannten Maßnahmen plant das SIB zudem die künftige Gestaltung des Zwingerhofes. Ihre Umsetzung hängt von den zur Verfügung stehenden Landesmitteln ab. Ein konkretes Datum aber kann genannt werden: Ab 26. Februar sind wichtige Werke der Gemäldegalerie Alte Meister wieder zu sehen – im restaurierten Ostflügel des Semperbaus.

Genia Bleier

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