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Bahn gibt weitere 25 Millionen Euro für Dresdner Hauptbahnhof aus

Bahn gibt weitere 25 Millionen Euro für Dresdner Hauptbahnhof aus

"Nein", sagt Heiko Klaffenbach, Manager des Dresdner Hauptbahnhofs. Einen Shoppingtempel wie der Leipziger Hauptbahnhof werde es in Dresden nicht geben.

Von Th.

Von Th. Baumann-Hartwig

"Nein", sagt Heiko Klaffenbach, Manager des Dresdner Hauptbahnhofs. Einen Shoppingtempel wie der Leipziger Hauptbahnhof werde es in Dresden nicht geben. Der Leipziger Hauptbahnhof ist ein reiner Kopfbahnhof. Der Dresdner dagegen Deutschlands größter Kopf- und Durchgangsbahnhof. Es gibt hier keinen Platz für eine durchgängige Ladengalerie.

Platz gibt es trotzdem zur Genüge im Hauptbahnhof. Bis zur Fertigstellung in zwei Jahren will die Deutsche Bahn 10 700 Quadratmeter Einzelhandelsfläche schaffen. "Für 80 Prozent der Flächen haben wir schon Mieter", sagt Janusch Plewnia, der Centermanager Vermietung der Bahn. 60 000 Besucher täglich sind ein Pfund, mit dem er wuchern kann. Ankermieter in der Nordhalle werde wie im Bahnhof Neustadt der Discounter Lidl. "Wir haben mit der Kette sehr gute Erfahrungen gemacht."

In der Südhalle soll es neben Geschäften den von den Fahrgästen lange geforderten Wartesaal, eine neue Toilettenanlage und Servicebereiche geben, kündigte Klaffenbach an. Die Bauarbeiten sind bereits weit vorangeschritten, die Eröffnung sei schon für Anfang 2013 geplant.

In der Nordhalle mussten die Mieter ihre provisorischen Läden räumen, sie werden gegenwärtig entkernt. "Alle Mieter haben gewusst, dass sie die Flächen nur auf Zeit nutzen können. Wir haben ihnen Angebote unterbreitet. Einige werden nach dem Umbau zurückkehren, andere nicht", sagt der Bahnhofsmanager.

Rund 25 Millionen Euro lässt sich die Deutsche Bahn den weiteren Ausbau des Hauptbahnhofes kosten. Gut angelegtes Geld, findet Klaffenbach, schließlich gehöre das Gebäude zu den 19 Kategorie-1-Bahnhöfen in Deutschland. 5400 Verkehrsstationen betreibt die Bahn. Der Bahnhof Neustadt zählt übrigens zur Kategorie 2. Fast 200 Millionen Euro sind bisher in die Sanierung und den Umbau des Hauptbahnhofes geflossen.

Klaffenbach glaubt, dass das Membrandach in diesem Jahr starken Regenfällen und Schmelzwasser standhält. Mehrere Risse wurden geflickt. Vor dem Landgericht Dresden läuft ein Beweissicherungsverfahren, das klären soll, wer die Schuld an dem Desaster trägt. Der Bahnhofsmanager will dieses Thema abhaken und sich auf die Eröffnung des komplett sanierten Bahnhofes in zwei Jahren freuen. "Wir liegen finanziell und zeitlich voll im Plan. Keine Selbstverständlichkeit bei einem Bauvorhaben dieses Ausmaßes", findet er.

Am nächsten Sonntag, 9. September, lädt die Deutsche Bahn zum Tag des Offenen Denkmals um 9 Uhr und 11 Uhr zu Führungen auf den Hauptbahnhof ein. Anmeldelisten liegen ab sofort an der DB-Info auf dem Querbahnsteig aus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.09.2012

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