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Baby an Bord: Beim Kangatraining machen junge Mütter Sport und ihre Sprösslinge sind mit dabei

Baby an Bord: Beim Kangatraining machen junge Mütter Sport und ihre Sprösslinge sind mit dabei

Die drei jungen Mütter Maria, Elisa und Lucie trainieren in einem hellen Sportraum im Seidnitzcenter in Reick - unter anderem stehen Arm- und Beinübungen, Beckenbodentraining und verschiedene Choreografien bei ihrem Workout auf dem Programm.

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Beim Kangatraining werden die Mütter fit und das Baby kuschelt mit.

Quelle: Anja Schneider

Das Besondere: Ihre sieben und acht Monate alten Kinder Tim, Vincent und Moritz sind nicht Zuhause geblieben, sondern kuscheln sich während des Workouts an ihre Mamis. In Tragehilfen sind die Babys in der Anhock-Spreiz-Haltung mit leicht gerundetem Rücken und vor optischer Reizüberflutung geschützt die ganze Zeit beim Training dabei.

Kangatraining nennt sich die relativ junge Sportart, die seit etwa eineinhalb Jahren die Landeshauptstadt erobert. Die Idee zu dem Training der besonderen Art mit Kind stammt von Nicole Pascher aus Österreich. Sie ist ehemalige Tänzerin, seit 20 Jahren in der Fitnessbranche tätig und Mutter von drei Kindern. 2008 begann sie mit der Entwicklung des Kangatrainings. Entstanden ist ein Kurs, der in Zusammenarbeit mit Ärzten, Hebammen und Trageberaterinnen erstellt wurde. 2013 brachte die Physiotherapeutin Marion Engelbrecht das Ergebnis nach Dresden und begeisterte damit Mütter und Babys gleichermaßen. Insgesamt sieben Trainerinnen kümmern sich in und um Dresden inzwischen um das Workout der Mamis.

Die drei Mütter im Trainingsraum des Seidnitzcenters schwitzen nach der Erwärmung inzwischen so richtig. "Kommt Mädels, wir schaffen das", spornt Trainerin Lisa Eberlein ihre drei großen Schützlinge an. Sie selbst trainiert mit einer Puppe, die dem Gewicht eines Babys entspricht. Einige Trainerinnen nehmen jedoch ihre eigenen Babys zum Training mit. Moritz freut sich lautstark über die wippenden Bewegungen seiner Mama Lucie und quietscht vergnügt. Die Teilnehmerinnen lachen. Mit Spaß und Elan trainieren sich die Mütter fit.

Es stehen Choreografien zu Musik aus der Teenie-Zeit, Salsa und Kinderlieder auf dem Programm, die die Pfunde purzeln lassen sollen. Und man mag es kaum glauben, doch nach wenigen Minuten schlafen die drei Knirpse in den Tragehilfen durch die Schaukelbewegungen ihrer Mamis ein und schlummern bis zum Ende der einstündigen Einheit.

Kangatraining ist ein Ganzkörperworkout für Mamis, die sich für die Zeit des Sportelns keinen Babysitter suchen müssen. Und es gibt noch mehr Vorteile. "Je schwerer das Baby wird, desto fitter wird die Mama", sagt Lisa Eberlein schmunzelnd. Somit erhöhe sich das Trainingsgewicht wöchentlich für die Mütter ganz von allein. Außerdem sind die Übungen mit der Tragehilfe rückenschonend. Zusätzlich ist es beckenbodenschonend, denn die Übungen be- inhalten keine Sprünge, kein Aufstampfen, Liegestütze oder Sit-Ups. "Das Training in einer Gruppe Mütter macht richtig Spaß", so Lisa Eberlein. Die gelernte Ergotherapeutin aus Torgau hat ihre fünftägige Ausbildung zur "Kangamama" im Februar in Wien absolviert und startete im Mai mit ihrem ersten Kurs in Dresden.

Der richtige Zeitpunkt für den Beginn des Trainings ist nach dem positiven postnatalen Check beim Gynäkologen. Etwa sechs bis zehn Wochen nach der Entbindung können Mütter also beginnen. "Bei der ersten Stunde ist immer eine Trageberaterin mit dabei und zeigt den Müttern die perfekte Haltung der Kinder", erklärt Lisa Eberlein. Sie geht während des Kurses auf die verschiedenen Level der Teilnehmerinnen ein. Kangatraining eignet sich jedoch nicht nur für Mütter, sondern auch für Frauen, die es noch werden wollen oder deren Kinder bereits über ein Jahr alt sind: Bei verschiedenen Kursarten wie PreKanga, KangaBurn oder KangaonWheel ist für jede Mama etwas dabei.

Die Knirpse Tim, Vincent und Moritz wachen am Ende des Trainings langsam wieder auf. Ihre Mütter sind begeistert. "Es ist anstrengend, aber mein Kleiner macht in der Zeit sein Vormittagsschläfchen", sagt Teilnehmerin Elisa. Im Sommer gibt es bei einem zehnwöchigen Kurs im Großen Garten die Möglichkeit, mit den Babys an der frischen Luft zu trainieren. Trainerin Lisa ist zufrieden mit ihren drei großen und kleinen Schützlingen. Die Idee, das Kind mit zum Sport zu nehmen, komme gut in der Landeshauptstadt an. "Das Kangatraining ist perfekt für Mutter und Kind und der Spaßfaktor trainiert mit", sagt die "Kangamama" zwinkernd.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.06.2015

Juliane Just

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