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BRN 2016: Zoff um Dresdens größtes Stadtteilfest

Streit um die Zukunft BRN 2016: Zoff um Dresdens größtes Stadtteilfest

Wer organisiert die Bunte Republik Neustadt (BRN) in Zukunft und wer sorgt für die Sicherheit auf Dresdens größtem Stadtteilfest? Der Streit um diese Fragen eskaliert, nun hat die Stadt laut der „Schwafelrunde“ einen neuen, aber völlig inakzeptablen Vorschlag gemacht.

Die Bunte Republik ist umstritten.
 

Quelle: Foto: Archiv

Dresden.  Klartext aus der Neustadt: Die Schwafelrunde, eine offene Gruppe aus der Neustadt, die die „Bunte Republik“ seit Jahren maßgeblich mitgestaltet, will die Organisation des Festes in diesem Jahr nicht übernehmen. „Dieser Kreis an Veranstaltern und Unterstützern ist nicht das geeignete Gremium, die Gesamtorganisation der BRN zu leiten“, teilte Sprecherin Ulla Wacker mit. Zu dieser Position habe die Schwafelrunde „nach eingehender Prüfung des Vorschlags der Stadtverwaltung“ gekommen, „die Organisation der bunten Republik Neustadt 2016 zu übernehmen“. Ziel der Gruppe sei die „Vernetzung und Beratung der BRN-Akteure und Vermittlung zwischen Stadt und Stadtteil, heißt es zur Begründung.

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Die BRN 2015 geht langsam zu Ende.

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Die „Ankündigung“ aus dem Rathaus, der Schwafelrunde „die Organisation der BRN anzutragen“, habe die Verantwortlichen überrascht, schreibt Ulla Wacker. Dies könne nur als Reaktion auf die Kritik an der Umsetzung der Handlungsempfehlungen verstanden werden, die die Stadt auf Basis einer Sicherheitsanalyse bei der BRN 2015 erarbeitet hat. Demnach soll die Fläche, auf der gefeiert werden darf, um 40 Prozent reduziert werden. So versteht die Schwafelrunde die Überlegungen der Stadt zur Vermeidung von Publikumsballungen an Engstellen in der Neustadt. Ein Beispiel dafür war 2015 die Kreuzung Görlitzer Straße/Rothenburger Straße/Louisenstraße. Dort war es so eng, dass Lebensgefahr herrscht, schlussfolgerten die Verantwortlichen unter anderem aus Luftaufnahmen, die von einer Drohne aus angefertigt wurden. Die Schlussfolgerung aus diesen Bildern und Beobachtungen ähnlicher Engstellen: Dort sollen künftig weniger Stände aufgebaut werden dürfen, auf gegenüberliegenden Seiten enger Straßen ebenfalls nicht.

Die Schwafelrunde lehnt diese Überlegungen ab, sofern sie nicht mit einem Ausweichflächen-Angebot einhergehen. Auch eine Erweiterung des Festgebiets müsse in Erwägung gezogen werden, meinen die Neustädter. „die Umsetzung der Erkenntnisse zur Sicherheit der BRN aus der Analyse ... in Form einer neuen Standvergabepraxis ... seitens des Ordnungsamtes erfolge viel zu spät“, so Ulla Wacker.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Das nächste Mal ist das Ordnungsamt am 22. Februar gefragt. Dann sollen die Schlussfolgerungen aus der Sicherheitsanalyse im Ortsbeirat Neustadt vorgestellt werden. Auch dieser Termin ist aus Sicht der Schwafelrunde nicht vertretbar. „Die den Veranstaltern danach verbleibende Zeit zur Vorbereitung ist viel zu kurz“, heißt es in der Stellungnahme der Schwafelrunde.

Von Christoph Springer

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Bunte Republik Neustadt

Die Sicherheitsanalyse der Bunten Republik Neustadt (BRN) wird rund 30.000 Euro kosten. Das hat die Stadtverwaltung nach DNN-Informationen am Montag den Neustädter Ortsbeiräten mitgeteilt. Die Stadtverwaltung beauftragte die Dresdner Agentur Schröder mit einem Sicherheitsbericht des Straßenfestes.

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