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BFI-Bank: Insolvenzverfahren nach 13 Jahren beendet

Letzter Akt für erste ostdeutsche Privatbank BFI-Bank: Insolvenzverfahren nach 13 Jahren beendet

Fast 13 Jahre nach Beginn des Insolvenzverfahrens ist die erste ostdeutsche Privatbank abgewickelt worden. Wie Insolvenzverwalter Hans-Jörg Derra am Freitag mitteilte, waren mehr als 69 000 Kunden der 1995 in Dresden gegründeten Bank für Immobilienwirtschaft (BFI) betroffen.

Firmengründer Karl-Heinz Wehner hatte sich eine Villa mit Elbblick am Waldschlösschen als Firmensitz ausgebaut. 1995 hatte er die BFI-Bank zum Leben erweckt, 2003 ging sie pleite.

Quelle: DNN

Dresden. Fast 13 Jahre nach Beginn des Insolvenzverfahrens ist die erste ostdeutsche Privatbank abgewickelt. Von der Pleite der Bank für Immobilienwirtschaft (BFI), die der Würzburger Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Wehner 1995 in Dresden gegründet hatte, waren gut 69 000 Kunden betroffen – für Insolvenzverwalter Hans-Jörg Derra eine „Herkulesaufgabe“. Neben Geldeinlagen von mehr als 15 000 Geschäftskunden musste sich seine Kanzlei um über 46 000 Sparverträge, 7000 Kredite und gut 1000 Wertpapierdepots kümmern. Da die BFI-Bank nicht im Einlagensicherungsfonds war, gab es für Anleger damals nur die gesetzliche Entschädigung über 90 Prozent ihrer Einlage, maximal 20 000 Euro. Dafür habe die Entschädigungseinrichtung der Banken knapp 130 Millionen Euro ausgezahlt.

Pleite gegangen war die Bank Derra zufolge damals aufgrund hausgemachter Probleme – durch schwache Organisationsstrukturen, riskante Fondsfinanzierungen, den gescheiterten Versuch, eine Luxemburgische Bank zu übernehmen.

Noch 2010 hatte Derras Kanzlei eine Quote von 40 Prozent angestrebt. Da aber offene Kredite, Gelder aus dem Verkauf von Beteiligungen und aus der Durchsetzung von Haftungs- und Schadenersatzansprüchen in die Insolvenzmasse flossen, haben die Gläubiger am Ende nun 46,12 Prozent ihres Geldes zurückerhalten, hieß es aus der Kanzlei. 39 Prozent davon waren bis 2011 ausbezahlt worden. Die Schlusszahlung in Höhe von 7,12 Prozent werde die Gläubiger bis Ende des Quartals erreichen, so Derra.

In einem vorletzten Akt hatte die Kanzlei fünf Millionen Euro der einstigen BFI-Tochter Euwesa aus Luxemburg zurückerobern müssen. Am längsten aber dauerte der Rechtsstreit mit dem Dresdner Finanzamt um gut mehr als eine Million Euro Rückerstattung, sagte auf DNN-Nachfrage Gunter Tarkotta, der in Derras Dresdner Kanzlei die BFI-Insolvenz maßgeblich mit betreute.

Von Barbara Stock

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