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Autofahrer mit Pistole bedroht

Autofahrer mit Pistole bedroht

te Panik, dass war wie in einem Film. Da stand ein Mann vor mir und zielte mit einer Pistole auf mich" erzählte gestern eine Frau weinend im Amtsgericht. Sie hat bis heute diesen Augenblick nicht richtig verarbeitet.

Der 11. Da ist sie nicht die Einzige, auch andere Zeugen haben da noch immer Probleme.

Der 11. Mai 2013 dürfte einigen Autofahrern, die am Nachmittag über die Flügelwegbrücke wollten, noch immer im Gedächtnis sein - da haben einige sicher einen Schreck fürs Leben bekommen. Gegen 14.20 Uhr stand dort ein Mann, der die stadteinwärts fahrenden Autos anhielt und die Insassen mit einer Pistole bedrohte. Als die Polizei eintraf, stand der Mann am Brückengeländer. Als weitere Beamte zur Verstärkung anrückten, richtete er zunächst die Waffe auf diese, warf die Pistole dann aber in die Elbe. Daraufhin überwältigten die Polizisten den Revolverhelden. Ein anschließend durchgeführter Blutalkoholtest ergab, dass er zur Tatzeit 3,6 Promille. Der Mann kam für einige Wochen in eine psychiatrische Anstalt.

Im November 2014 stand Alexander P. wegen Bedrohung bereits einmal vor dem Amtsgericht. Allerdings erzählte er da so wirres Zeug, dass Richter Ralf Schamber den Prozess aussetzte und den 52-Jährigen erst einmal begutachten ließ. Gestern wurde erneut verhandelt.

Gutachter Dr. Matthias Lammel bescheinigte dem Angeklagten sehr egoistische Züge und kam zu dem Ergebnis, dass er durch den Alkohol vermindert schuldfähig gewesen seien könnte. Alexander P. wirkt mit seinem vollen grauen Haar und der Brille auf den ersten Blick sehr intelligent. Aber eben nur auf den ersten Blick. Wenn er ins Reden kommt, merkt man schnell, dass in seinem Kopf doch einiges durcheinander geht.

Der Angeklagte konnte sich an den Vorfall nur bedingt erinnern. "Ich weiß nicht, was da abgelaufen ist, ich war betrunken." Er habe sich das Leben nehmen wollen, erklärte er. Da er Angst vor dem Wasser hatte, habe er sich vorher Mut angetrunken. Dass er Autofahrer bedroht haben soll, weist er zurück, er habe keine Autos gesehen. "Das ist dumm gelaufen, ich kann es nicht rückgängig machen", erklärte er. Die Waffe sei zudem defekt gewesen. Richter Ralf Schamber verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er sah auch eine verminderte Steuerungsfähigkeit des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft hatte 18 Monate ohne Bewährung gefordert.

Monika Löffler

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