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Autodiebe scheiterten beim Fahren

Amtsgericht Dresden Autodiebe scheiterten beim Fahren

Piotr Z. aus Zgorzelec hatte keinen Job, kein Geld, aber ein erhebliches Drogenproblem. Im Portemonnaie war Ebbe, und so versuchte er, sein Geld mit dem Diebstahl und dem Transport geklauter Autos zu verdienen. Allerdings kamen die Helden mit den Wagen nie an – stehlen ging reibungslos, nur beim Fahren gab es Probleme.

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Quelle: dpa

Dresden. Piotr Z. aus Zgorzelec hatte keinen Job, kein Geld, aber ein erhebliches Drogenproblem. Im Portemonnaie war Ebbe, und so versuchte er, in wechselnder Besetzung mit anderen, sein Geld mit dem Diebstahl und dem Transport geklauter Autos zu verdienen. Allerdings kamen die Helden mit den Wagen nie an – stehlen ging reibungslos, nur beim Fahren gab es Probleme.

Am 7. September 2015 prallte er mit einem gestohlenen BMW auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle zunächst mit einem Kleintransporter zusammen und knallte dann frontal gegen ein Verkehrsschild. Der BMW war Schrott. Der etwa 70 000 Euro teuren Wagen war zuvor in Hilden geklaut worden. Der Diebstahl wurde schnell bemerkt und eine Fahndung nach dem Auto rausgegeben. Piotr Z. sollte den Wagen eigentlich in Tschechien abliefern, hatte aber die falsche Abfahrt auf der Autobahn erwischt und war in Dresden gelandet. „Wir bekamen die Meldung, dass der Wagen auf der Großenhainer Straße Richtung Innenstadt fährt und hatten ihn in Höhe Autohaus Porsche gestellt“, erzählte ein Polizeibeamter. „Als wir ihn kontrollieren wollten, raste er plötzlich los, schrammte den anderen Wagen. Ich gab drei Schüsse auf die Hinterreifen des BMW ab.“ Er traf nicht, Piotr Z. gab Gas und bretterte Richtung Leipziger Straße und landete am Verkehrsschild. „Durch die Schüsse hatte ich Panik bekommen, ich stand unter Drogen, es war glatt und dann habe ich die Kurve nicht bekommen.“ Der 50-Jährige flüchtete zu Fuß, konnte aber schnell gestellt werden.

Verhandelt wurde am Dresdner Amtsgericht auch noch ein Autodiebstahl in Husum, der der hiesigen Staatsanwaltschaft übergeben worden war. Da hatte der Angeklagte mit einem anderen Polen in einem Autohaus einen Ford geklaut und dabei auf dem Gelände noch einen Wagen beschädigt. Auf der Rücktour nach Polen fuhren der Kumpan den Ford auf einer sumpfigen Wiese fest. Piotr Z. landete, beim Versuch ihn rauszuziehen, mit dem eigenen Auto dann im Straßengraben – erinnert etwas an die Olsenbande.

Z. wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. In die Entscheidung flossen weitere Urteile aus Görlitz ein.

Von Monika Löffler

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