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Ausverkauf bei Schlecker sorgt in Dresden für Andrang in Filialen

Ausverkauf bei Schlecker sorgt in Dresden für Andrang in Filialen

Mit einem Kundenansturm hat am Freitag in Dresden der Ausverkauf bei der insolventen Drogeriekette Schlecker begonnen. Pünktlich um 9 Uhr strömten Kunden etwa in die Filiale in der Dresdner Ritzenbergstraße - dort waren sämtliche Artikel um 30 Prozent reduziert.

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Mit einem Kunden-Ansturm hat am Freitag in Dresden der Ausverkauf bei der insolventen Drogeriekette Schlecker begonnen.

Quelle: Federico Gambarini/Archiv

Die Kunden, vor allem Rentner und junge Familien, griffen beherzt zu. Waschmittel, Windeln, Kaffee und Toilettenpapier stapelten sich in den Körben. An den Kassen bildeten sich lange Schlangen, die Filiale musste zeitweise sogar geschlossen werden, weil im Laden kein Platz mehr war.

„Schade, dass hier geschlossen wird. Wir wünschen Ihnen alles Gute“, bekundete ein älteres Ehepaar an der Kasse sein Mitleid. Die Verkäuferin, am Kittel eine schwarze Schleife, kämpfte unterdessen mit Bergen von Waren. „So einen Ansturm haben wir noch nicht erlebt“, sagte sie. Dass bald ihr letzter Arbeitstag in der Drogeriefiliale sein wird, muss sie erst einmal verkraften. „Was danach kommt, weiß ich nicht.“ Es sei eine Schande, dass die Politik so wenig für die Frauen tue, schimpfte sie. Am Donnerstag hatten nur wenige Meter von der Filiale entfernt Gewerkschafter und Betriebsräte von Schlecker aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über ihr weiteres Vorgehen beraten.

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Am Donnerstag trafen sich Schlecker-Betriebsrätinnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Dresden, um ihr gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Anschließend hielten sie eine Kundgebung vorm Wirtschaftsministerium in Dresden ab.

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Sie forderten von der Politik Unterstützung, beispielsweise in Form einer Transfergesellschaft oder eines Sonderfonds bei der Agentur für Arbeit. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) lehnt dies ab und baut auf den Arbeitsmarkt im Freistaat. Morlok glaubt, dass 80 Prozent der Betroffenen binnen eines halben Jahres wieder einen Job haben. Die Betroffenen sollten sich so schnell wie möglich bei ihrer Agentur für Arbeit melden, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Diese könnten vor Ort besser weiterbilden und vermitteln als eine Transfergesellschaft. Ein Datum für das endgültige Ende der Schlecker-Läden gibt es noch nicht; zuletzt war von Ende Juni die Rede gewesen.

dpa

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