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Ausgrabungen hinter dem Dresdner Kulturpalast sind auf der Zielgeraden

Ausgrabungen hinter dem Dresdner Kulturpalast sind auf der Zielgeraden

Die im Mai begonnenen archäologischen Ausgrabungen auf einer Teilfläche des Quartiers VII hinter dem Kulturpalast treten in ihre letzte Phase. Bis Ende September sollen sie abgeschlossen sein.

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Grabungsarbeiterin Sylvia Engelmann kümmert sich behutsam um das alte Gemäuer.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Ob Teile der historischen Keller erhalten bleiben, steht noch nicht fest.

Aus diesem Grund sollten sich alle Interessierten den Sonntag vormerken. Dann ist die Grabung auf der 1900 Quadratmeter großen Fläche zum Tag des offenen Denkmals von 10 bis 15 Uhr für jedermann zugänglich. Besonders auffällig sind innerhalb des Ensembles die gut erhaltenen Kellerreste unter dem ehemaligen Dinglingerhaus.

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Während auf dem einen Areal die Ausgrabungsarbeiten enden, geht es gleich nebenan auf der Fläche des Quartiers VI weiter. Bis Februar 2014 wühlen sich die Archäologen hier durch das Erdreich.

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„Das Mauerwerk des Kellers ist spätmittelalterlich, während die 1945 zerstörten darüber liegenden Barockgebäude deutlich jünger waren“, sagt der Abteilungsleiter Archäologische Denkmalpflege, Thomas Westphalen. Offensichtlich habe Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann beim Bau des Hauses in den Jahren 1710/11 die bereits vorhandene Kelleranlage eines älteren Vorgängergebäudes in sein Bauwerk integriert, betonte der Archäologe.

Bis Februar 1945 war das Areal zwischen Schössergasse (früher Judengasse), Sporergasse und Neumarkt (ehemals Jüdenhof) dicht bebaut und durch die regelmäßige Gliederung der mittelalterlichen Dresdner Stadtanlage geprägt. Je näher man jedoch heute auf der Grabungsstätte dem Kulturpalast kommt, desto spärlicher werden die historischen Überreste.

„Wahrscheinlich ist beim Bau des Kulturpalastes in den 1960er Jahren einiges zerstört worden“, denkt die stellvertretende Grabungsleiterin Judith Jordan. Neben den Kellern waren für die Archäologen auch die zahlreichen Latrinen im Hofbereich der Gebäude interessant. Dort stießen sie zum Beispiel auf alte Wassergefäße. „Durch den Vergleich mit ähnlichen Gefäßen sowie durch die Analyse des Materials können wir auf das Alter schließen“, so Jordan.

Am Tag des offenen Denkmals findet zu jeder vollen Stunde eine Führung über das Gelände statt. Während der Öffnungszeit wird die Grabung zudem von der Vermessungsdrohne „Archäocopter“ überflogen. Die Bilder können die Besucher auf einem Großbildschirm sehen.

Wenn die Ausgrabungen auf dem Gelände des Quartiers VII Ende September enden, müssen die Fachleute keinen langen Weg zu ihrem nächsten Einsatzgebiet zurücklegen. „Bis Februar nächsten Jahres graben wir ab sofort auf dem Areal Quartier VI“, sagt Thomas Westphalen. Allerdings könne dieser Bereich beim Tag des offenen Denkmals nicht besichtigt werden.

Die Besichtigung der Ausgrabungen ist zum Tag des offenen Denkmals am 8. September von 10 bis 15 Uhr möglich.

Stephan Hönigschmid

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