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Aus dem Amtsgericht Dresden: Falschgeld und gefälschte TÜV-Protokolle

Blüten zu echtem Geld gemacht Aus dem Amtsgericht Dresden: Falschgeld und gefälschte TÜV-Protokolle

Wie kommt man schnell zu Geld, indem man Geld ausgibt? Durch Falschgeld zum Beispiel. Ahmad A. und Emir A. haben da in wenigen Stunden mehrere Hundert Euro gemacht, was ihnen am Mittwoch einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts Dresden einbrachte.

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Die Angeklagten haben damals viel kriminelle Energie an den Tag gelegt, aber offenbar aus den zwei Monaten U-Haft von 2013 gelernt und die Kurve bekommen.

Quelle: dpa

Dresden. Wie kommt man schnell zu Geld, indem man Geld ausgibt? Durch Falschgeld zum Beispiel. Ahmad A. und Emir A. haben da in wenigen Stunden mehrere Hundert Euro gemacht, was ihnen am Mittwoch einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts einbrachte. Der Iraker und der Mazedonier, die beide als Kinder nach Deutschland kamen und sich hier kennenlernten, versuchten im Sommer 2013 auf die Schnelle das große Geld zu machen. Ahmad A. hatte von einem Unbekannten mindestens 25 gefälschte 100 Euro Scheine erworben. „Ich habe dafür 500 Euro bezahlt“, sagte er – vom wem, sagte er nicht. Am 26. Juli fuhren die beiden Hallenser nach Dresden und versuchten hier möglichst viel Bares unter die Leute zu bringen, also aus den Blüten richtiges Geld zu machen. Sie gingen in Kaffees und Restaurants, bestellten Kleinigkeiten, zahlten mit den falschen Scheinen und kassierten echtes Wechselgeld. Danach klapperten sie mehrere Apotheken ab, kauften Hustenbonbons oder Aspirin. Keinem fiel etwas auf. Erst als sie gegen Mitternacht im Kraftwerk Mitte an der Bar wieder einen Hunderter auf den Tresen legten, wurde eine Mitarbeiterin stutzig. In ihrem Auto fanden sich weitere falsche Hunderter. Beide wanderten in U-Haft. Emir A. fälschte zudem selbst – kein Geld, sondern TÜV-Protokolle. Er hatte mehrere Bögen Blankovordrucke und gefälschte Stempel erworben und damit Berichte erstellt und verkauft.

Bisher hatten beide geschwiegen, nun legten sie ein Geständnis ab, machten aber keine Angaben, von wem sie das Falschgeld, die Stempel und Papiere hatten. Beide haben damals viel kriminelle Energie an den Tag gelegt, aber offenbar aus den zwei Monaten U-Haft von 2013 gelernt und die Kurve bekommen.Die lange Verfahrensdauer wurde zu ihren Gunsten gewertet, sonst wäre das Urteil härter ausgefallen. Ahmad A. wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Emir A. wurde nach Jugendstrafrecht zu vier Monaten Dauerarrest verurteilt, die durch die U-Haft als abgegolten gelten. Von seinem Lehrlingslohn muss er ratenweise 1000 Euro an den Verein „Arbeit und Lernen“ zahlen. Ein bisschen weh soll es schon tun.

Von Monika Löffler

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