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Aus Versehen mit dem Fuß über das Gesicht "gewischt"

Wegen Brandstiftung und Körperverletzung vor Gericht Aus Versehen mit dem Fuß über das Gesicht "gewischt"

Februars 2014 brannte in einem Garagenkomplex auf der Altenberger Straße ein abseits abgestellter Opel Corsa komplett aus. Die Polizei ging von Brandstiftung aus, der Wagen war am rechten Hinterrad in Brand gesetzt worden.

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Quelle: dpa

Dresden. Am Abend des 2. Ein Feuerwehrmann hatte im Schnittgerinne, direkt neben dem Wagen, ein Feuerzeug gefunden. Anhand von DNA-Spuren konnte das Feuerzeug Marcel H. zugeordnet werden. Wegen Brandstiftung muss er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Der 38-Jährige wies den Vorwurf vehement zurück. "Mit der Brandstiftung habe ich nichts zu tun. Ich war es nicht. Ich wohne da und bin dort täglich unterwegs, das Feuerzeug muss ich verloren haben, anders kann ich es mir nicht erklären." Wenn das stimmt, müsste ein anderer mit seinem Feuerzeug gezündelt haben. Marcel H. kennt die Besitzerin des Autos allerdings. Sie sei eine flüchtige Bekannte, die etwas neben sich stehe und dummes Zeug erzähle. Aber es habe nie Probleme oder Streit gegeben, sagte er. Gefragt werden konnte die Frau nicht, sie war nicht zur Verhandlung erschienen. Das nächste Mal wird sie vorgeführt.

Die Brandstiftung war nicht die einzige Tat, die dem Angeklagten vorgeworfen wird. Er soll zudem ebenfalls auf der Altenberger Straße seine Ex-Freundin verprügelt haben. Laut Anklage verpasste er der Frau einen Schlag aufs rechte Ohr, so das sie zu Boden ging. Dann trat soll er ihr gegen die rechte Wange getreten haben. Sie erlitt einen Riss des rechten Trommelfells, eine Schläfenprellung und war mehrere Wochen krank.

Es war ein seltsames Teilgeständnis, dass der Angeklagte ablegte. "Ich habe ihr eine Ohrfeige verpasst und sie zu Boden gedrückt. Dabei muss ich ihr aus Versehen mit dem Fuß über das Gesicht ,gewischt' haben. Bewusst getreten habe ich sie nicht." Was über das "Gesicht gewischt" bedeuten soll, das konnte er nicht erklären.

Die Frau habe ihn nach der Trennung weiter bedrängt und an jenem Tag beleidigt, beschimpft und dahin getreten, wo es am wehesten tut, begründete der 38-Jährige sein Vorgehen. "Da habe ich ihr eine gelangt." Wie es wirklich war, wird sich am nächsten Verhandlungstag klären, da soll das Opfer aussagen. Außerdem sind weitere Zeugen geladen.

Monika Löffler

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